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(Vorläufige) Film-Liste der Erotik

Es gab manchen Rückschlag (sch… Windoof) zu verkraften, hat aber auch mordsmäßig Spaß gemacht.

Als erstes ein Essay zur Erotik des Films, dann der Versuch einer Kategorisierung der Filme mit dem gewissen Kick. Anhand dieser Kategorisierung dann der Versuch, die gefundenen Schätze einzuordnen.

Natürlich kann ich nicht alle Filme gesehen haben. Es wäre daher super, wenn ihr auch mal euren Senf dazu geben würdet. Lücken auffüllen und Schrott ausmerzen ;-)

Translators Wanted!

Besonderer Dank: M. F., welche die Grundlage für dieses Werk mühselig zusammengesucht hat, aber in ihrer Bescheidenheit um die Weglassung ihres Namens bat.

Und Dankeschön für die Beiträge von:

Thomas Meyer (Bremen), Claudio Benz, Patrick Hansmeier, Christa Keil-Jahns, Klexi (Alexandra Musto), Smurfy, Sundance, Majk Miller, Carl Friedrich, Werner Fauster.

Und natürlich Dank an pi :-)

Euer

Gerd A. Braun [former: Gerd the Fritz]


Der Orgasmus im Kopf

Wenn im Kino die Erregung steigt, geht es auf der Leinwand nur selten richtig zur Sache. Denn wahre Erotik findet in unserer Phantasie statt

Erinnern Sie sich noch an "Basic Instinct"? Zugegeben, das ist schon sechs Jahre her, aber versuchen Sie es doch mal: Sharon Stone, Michael Douglas, der Eispickel — okay? Und welches Bild kommt Ihnen jetzt zuerst in den Sinn? Genau: Sharon Stone in einem hautengen weißen Kleid, wie sie in der Polizeistation ihre Beine übereinander schlägt. Und jeder glaubte zu sehen, dass sie keinen Slip trägt. Einen Lidschlag kurz dauerte dieser Schenkelschluß der Verheißung. Aber gab es nicht noch jede Menge anderer heißer Szenen in dem Film? Wie Sharon es mit ihrer Freundin in einer Toilettenkabine treibt, beispielsweise? Oder die Seidenschal-Nummer?

Die Antwort, warum aber gerade der Beinüberschlag in Erinnerung bleibt und nicht das Gefummel und Gestöhne in den anderen Szenen, ist so einfach wie der Unterschied zwischen Erotik und Sex. Dass der existiert, wird kaum noch einer bestreiten, der einmal einen Porno gesehen hat. Da gibt es nackte Tatsachen bis zur Entladung, aber Erotik passt in diese hochstöhnig beschallten Metzgerläden von Brüsten, Gliedern und Hintern so wenig wie das Prädikat Charakterschauspieler zu Steven Seagal.

Der legendäre Casanova soll einmal gesagt haben: "Liebe (und damals differenzierte niemand zwischen Liebe, Erotik und Sex) ist zweierlei Haut und zweierlei Phantasie." Das funktioniert im Kino genauso: Erotik ist ein filigranes Zusammenspiel von Phantasien. Und wer zu viel zeigt, tötet die Phantasie. Ob Paul Verhoeven in "Showgirls" einen heißen Lapdance aus allen nur erdenklichen Perspektiven filmt oder Bernardo Bertolucci in "Gefühl und Verführung" mit dem lüsternen Blick des alten Mannes Liv Tyler unter das Mille-Fleurs-Kleidchen linst — diese eindimensionalen Phantasien hätten die Regisseure lieber in einem Homevideo bewältigen sollen: Statt Knistern setzte sich Gähnen im Zuschauerraum durch.

Identifikation ist die wichtigste Voraussetzung für Kino-Erotik. Erst, wenn das Publikum sich selbst in den Leinwandhelden gefunden hat, will es intim mit deren Partnern werden. So inszenierte Clint Eastwood in "Die Brücken am Fluss" das wohl erotischste Vorspiel der Kinogeschichte, als er Meryl Streep in der Badewanne zeigt, in der vorher er selbst gebadet hat. Die Streep schmiegt sich ins warme Schaumbad und stellt sich vor, dass hier wenige Minuten zuvor der erregend unbekannte Körper des fremden Abenteurers gelegen hat, der ihr Herz und ihren Schoß in Aufruhr versetzt. Als beim gemeinsamen Dinner eine Nachbarin anruft und Meryl Streep ihr verheimlicht, dass jemand zu Gast ist, kommt das einer erotischen Konspiration gleich: Das Wissen, dass die Telefonpartnerin in ihrem Zusammensein etwas vermuten würde, was beide noch nicht ausgesprochen haben, lädt die Luft mit prickelnder Spannung auf. Während sie telefoniert, legt Meryl Streep ihre Hand auf Eastwoods Schulter. Es ist das erste Mal, dass sie ihn berührt, und diese kleine Bewegung ist aufregender als jeder feuchte Zungenkuss.

Der Film "Vier Hochzeiten und ein Todesfall" bringt dem Publikum seine Figuren über Charme, Gefühl und Humor so nah, dass vom ersten Treffen zwischen Hugh Grant und Andie MacDowell nicht mehr das Wer und Wie, sondern nur das Wann interessiert. Wie auch in den Klassikern "Casablanca" oder "Doktor Schiwago" will der Zuschauer in "Vier Hochzeiten und ein Todesfall," in "Bodyguard" und "Titanic", dass sich seine Helden in Kuss und Umarmung finden — allen Eisbergen, Eheversprechen oder verrückten Killern zum Trotz. Denn echte Kino-Erotik ist der Ausdruck großer Liebe, von der wir im Kino träumen (wollen).

Wo im Sexfilm Nacktheit vordergründige Unverkrampftheit vorgaukelt und triebgesteuert nur körperliche Größen und Formen unterscheidet, nimmt Kino-Erotik die Intimität und das Erkennen von verborgener Schönheit ernst. Und setzt so in uns die Hoffnung frei, dass irgendwer da draußen, so wie in "Der englische Patient", unsere Schönheit und Einzigartigkeit erkennt, uns mit Haut und Haaren verschlingt, unsere Körper in Flammen setzt und uns eine Erfüllung schenkt, die über den Moment des Orgasmus hinausgeht — auch wenn wir nicht so aussehen wie Juliette Binoche oder Ralph Fiennes. Kino-Erotik feiert die Entdeckung der Langsamkeit. Wo der Sexfilm schnell und heftig kommt, schwelgt sie in bedächtigen Schwenks, gleitet die Kamera träumerisch und verliebt über Lippen, Hände, Rücken.

Wer erinnert sich nicht genussvoll an die Szene in "Jenseits von Afrika", in der Meryl Streep und Robert Redford einander im Gegenlicht lieben: Redford flüstert: "Don't move!" und blickt sie dabei einfach nur an — und beschert den Zuschauern die köstliche Vision sinnlicher Verzögerung des Höhepunkts. Denn Erotik braucht keine Nacktheit, keine visuellen Reize, sie geschieht im Kopf der Zuschauer. Und sogar Körperkontakt ist dafür manchmal nicht nötig: In "Die fabelhaften Baker Boys" inspizieren Michelle Pfeiffer und Jeff Bridges heimlich die Necessaires des anderen, als sie in einem Hotel das Badezimmer teilen. Wenn sie dabei Zahnbürsten und Kämme des anderen berühren, kommt das einem sanften Streicheln des noch fremden anderen Körpers gleich.

Erotik im Kino ist immer ein Versprechen. Das Versprechen auf LCS (Life Changing Sex) — auf Sex, der das Leben verändert. Auf ein Erdbeben, das Körper und Seele erfasst, jubilieren lässt, dass uns zeigt, dass wir leben. Erotik im Kino verspricht Traum-Sex, der mit unseren persönlichen Erfahrungen zwischen missglücktem One-Night-Stand und dem vertrauten Kuschelsex nichts zu tun haben darf. Natürlich wird Julia Roberts in "Pretty Woman" mit Richard Gere LCS erleben — und keine Routine aus ihrem Berufsalltag als Prostituierte. Nicht umsonst bricht Julia irgendwann mit ihrem Prinzip, ihren Kunden nicht zu küssen. Kino-Erotik ist auch immer ein Abenteuer, das Sich- Einlassen auf Unkonventionelles (es gibt wohl nichts Konventionelleres als das Turn-Repertoire von Pornos) und Überraschendes, die spontane Hingabe im Moment der Begierde. So findet die erotischste Szene in "Pretty Woman" nicht im Bett, sondern im nächtlichen leeren Speisesaal des Beverly Wilshire Hotels statt. Gere klimpert auf dem Flügel, als Julia auf der Suche nach ihm im Bademantel auftaucht. Er zieht sie vor sich, zwischen seine Beine und setzt sie auf die Tasten. Dann legt er den Kopf an ihre Brust und öffnet den Knoten des Bademantels. Die Kamera entfernt sich, und das Publikum, das Geres Hände auf Julia Roberts' Körper zu spüren meint, bleibt mit seinen Phantasien zurück.

Das Versprechen im Nicht-Gesagten, die Verheißung im Nicht-Gezeigten, die Hoffnung darauf, dass neue Sinnlichkeit das Leben in Glück taucht — so gesehen muss auch "Besser geht's nicht" in die Top 10 der Erotikfilme aufgenommen werden. Obwohl sich Jack Nicholson und Helen Hunt nur einmal küssen, sagt Nicholson dort den Satz, der jedem Kinozuschauer Hoffnung auf LCS macht: "Du bringst mich dazu, dass ich ein besserer Mensch werden will."

Text: Silke Schütze, CINEMA

Literaturempfehlung: Ästhetik des erotischen Films, "Erotik",

Georg Seeslen, ISBN 3-89472-423-2


Was ist was?

Die Unterschiede zwischen den Erotik-Subgenres

Der Porno

Der Porno zeigt den Geschlechtsakt mit gänzlich unverhüllten Darstellern, oft aus geradezu gynäkologischer Perspektive. Pornographie ist ein eigenständiger Zweig der Filmindustrie mit eigenen Stars, Sternchen und dem Porno-"Oscar" "Hot d'Or", der jährlich mit viel Tamtam in Cannes vergeben wird. Nach einem bewundernswert übersichtlichen Handlungs-Vorspiel kommt der Porno sofort zur Sache — authentisch, detailverliebt und in Großaufnahme. Der Markt reicht vom Mainstream über Amateurvideos bis zum illegalen Hardcore, der letzte Tabus wie Pädophilie oder Sodomie bricht.

Der Sexfilm

Der Sexfilm ist eigentlich schon ausgestorben. In der Regel werden nämlich die bumsfidelen Filme, die in den 60er und 70er Jahren hergestellt wurden, als Sexfilme bezeichnet — das reicht vom "Schulmädchen-Report" über Oswalt-Kolle-Aufklärung bis zum Weichzeichner von Regisseuren wie David Hamilton. Besondere Merkmale: Schnauzbärtige Männer legen niemals die Doppelripp-Unterhose ab, während die Damen für kurze Momente Busen und Po freimachen. Als Ort der Handlung werden gerne die bayerischen Alpen genommen, deren Höhe in krassem Gegensatz zum Schenkelklopf-Niveau der Story steht.

Der Erotikfilm

Der Erotikfilm ist die moderne, ästhetisch aufgepeppte Variante des Sexfilms, handwerklich besser, aber nur geringfügig niveauvoller. In der Regel handelt es sich um Genrefilme, die gezielt mit nackter Haut und Kopulationsszenen angereichert sind — allerdings ohne männliche Geschlechtsteile zu zeigen. Häufig sind die Oberweiten der Darstellerinnen silikongestärkt, der Koitus wird in der Regel in Kalifornien, Miami oder an ähnlich sonnigen Orten vollzogen. Zu besichtigen sind Erotikfilme spätabends im Privat-TV.

Der erotische Film

Der erotische Film ist als solcher selten auf den ersten Blick erkennbar, weil hocherotische Szenen in allen Genres auftauchen können (siehe Essay). Am einfachsten in diese Kategorie einzuordnen sind noch die Filme, die ohnehin erotische Leidenschaften zum Thema haben: "Basic Instinct", "Der letzte Tango in Paris", "Sliver", "9 1/2 Wochen" sowie viele Werke von Pasolini, Fellini etc. Die Entscheidung, welcher Film besonders stimuliert, bleibt letztlich jedem selbst überlassen.


Der Porno

Zu gutem "Mainstream" gehören:

Die über 10 "Andrew Blake Filme" sind State-of-the-Art, John Leslie bietet eher konventionelles, mehr auf den Geschmack von Männern abgestimmt. Andere finden die Andrew Blake-Filme sehr gelungen: "Venus Descending", "Captured Beauty", "Posessions", "Unleashed" etc.. Pornografisch sind aber nur die amerikanischen Originale. Sehenswert sind sie alle, da sehr ästhetisch.

Eine gute Trilogie ist weiterhin:

"The Pyramid" I — III von Private. Handlung (wie für einen Porno jedoch eingeschränkt) und gute Szenen

Ebenfalls von Private: Tatiana 1-3. Barock-Hardcore. :)

"Femme Fatale", eine Videoreihe, in der sich nicht, wie normalerweise in Pornos ja so üblich, alles nur um den Penis dreht.

Mit "Astralwanderungen" sollen folgende Filme zu tun haben:

"Catwoman" [in deutsch bei Beate Uhse], "Curse of the Catwoman" [in deutsch bei Beverly Hills Video], "Dog Walker" [nichts für Zartbesaitete wegen der Nebenhandlung]) "Curse…" ist uebrigens keine Fortsetzung von Catwoman

"Labelempfehlungen"

Qualitativ gut sind auch die Filme von "Viola Live" & des "Silwa-Verlags"

Nette Alternative sind die Produktionen von "Ribu", insbesondere "The Grafenberg-Spot" (Der Grafenberg-Punkt) (1986), ein leicht satirisch angehauchter »Aufklärungs«-Porno einhergehend mit der Jahrzententdeckung G-Punkt, sogar mit passabler Handlung und Gesprächen zur Eifersucht!

Standardwerken der Standardfirmen wie VTO oder SAP ("Pornos und Softwarelösungen" ;-) _Nachteil_ bei VTO, dass manche DarstellerInnen recht häufig auftauchen, so dass man sich schnell sattsieht.

"Einzelempfehlungen"

"Hidden Obsessions" (Regie: Andrew Blake), VIVID Video Corp.

"Les Femmes Erotique" (Regie: Andrew Blake) VIVID

"Dog Walker" (Regie: John Leslie), VCA Video Corp. of Amerik.

"Night Trips", VCA

Witere: "Mask", "New Lovers", "Oral Obsessions", "Immortal Desire"

"Catch your dreams" — sog. Alternativporno; ist zwar IMO nicht ganz zutreffend, aber ganz nett, dass bei den einzelnen Szenen (hetero, 2 Frauen, zu Dritt, Frau macht es sich auf dem Spiegel und bestaunt sich etc.) a) nicht die übliche Ätz-Musik im Hintergrund hämmert, tekknot oder diskot, sondern stattdessen b) die jeweiligen DarstellerInnen der einzelnen Szenen über ihre damaligen Eindrücke und jetzigen Gefühle beim Betrachten der Sequenzen sprechen und c) die Männer "kommen", wie in Natura wohl eher üblich, "in" Frau und zupfen "ihn" nicht kurz vor der tröpfelnden Ekstase raus. Gesamturteil: Ganz nett.

"Inferno (Teil 2)" Eine Produktion von "SAP" und es ist so eine Art Lack & Leder Film mit Soft-BDSM zum Einsteigen.Ganz witzig (oder nervig — je nachdem) ist, dass der Film in der Hölle spielt und ergo züngeln im Vordergrund immer ein paar Flammen herum :-)

"Debbie goes to College", "VTO" (Ein paar Mädels wollen auf der Uni in irgendein Amt gewählt werden und "überreden" die Jungs auf gekonnte Art und Weise, für sie zu stimmen.). Hauptdarstellerin ist u.a. "Little Oral Annie", die wirklich eine außerordentliche Begabung beim Blasen hat :-)

"Inside little oral Anny"; ein etwas älterer amerikanischer Film. Er ist von "BUF" und vermutl.aus der "deep throat" Reihe.

— Ein kleinwenig anders —

"EXCUSE ME", mittlerweile 8teilig:

Bes. Art von Amateurfilmen; Typ rennt mit 8mm-Videokamera durch diverse Rotlichtszenen und bequatscht die Mädchen, sich vor ihm auszuziehen oder mehr und noch mehr… Qualität des Bildmaterials nicht mit Profiansprüchen zu vergleichen.

"New Wave Hookers" (Hardcore mit Handlung). Hat in der Internet Movie Database eine erstaunlich hohe Wertung. Das ist ein Kultklassiker, wegen seiner daemlichen Handlung, lustigen Synchronisation und (deutschen) Musik.

"Spezifische SM-Tips":

Alle Filme von Bon-Vue Enterprise, Inc. sogar eine "total satisfaction guarantee" wird geboten…

Für "harten S/M" wurde die Serie VTO Bizarre empfohlen.

"Filme, in denen Tierpaarungen detailgenau gezeigt werden"

"La Bete" — R:Walerian Borowckyz (1975) — Kulturecke

"Comme les betes" — enthält u.a. Zeitlupen- und Nahaufnahmen…

"Fäkalien-Sex"

Die Filme des Labels "Grenzbereich" überschreiten den Mainstream… Wer (und welche) allerdings auf Kaviar steht, die lieben sie…


Der Sexfilm

Sehr gut sind die Filme des Labels "Elite Video"; ca. 150min. richtige Spielfilme, wobei die Liebesszenen/Sexszenen als Hardcore gefilmt wurden.

Russ Meyer's "Supervixens" [Für den, der gerne schmunzelt] "Supervixens" (1975)

Clint Ramsey has to leave his job working at Martin Bormann's gas station and flee after his wife is murdered by psycho cop Harry Sledge, who tries to pin the murder on Clint. Crossing America, Clint gets sexually harassed on all sides by various voluptuous nymphomaniacs, and it all ends in a literally explosive climax.

Ebenso Russ Meyer's "Mr. Teas und seine heißen Träume" (1959), Eva und ihr Hausbesorger (1960), Fanny Hill" (1964), Motor Psycho" 2965), Faster Pussycat Kill! Kill!" (1966), "Die Satansweiber von Tittfield" (1966(, "Die liebestollen Hexen (1967), "Finders Keepers, Lovers …" (1968), "Mud Honey" (1968), "Vixen — Ohne Gnade, Schätzchen" (1968), "Megavixens" (1969), "Up!" (1976), "Im tiefen Tal der Superhexen" (1976), "Mondo Topless" (1987


Witzig, da alt und klassisch:

"Betty Page — Varietease" (1954), "Betty Page — Bondage Classics" I+II (1951), "Betty Page — Teaserama" (1955), alle vom Bondage-Klassiker Irving Klaw in Szene gesetzt, in Stuttgart z.B. im 451 erhältlich (Programmvideothek)


"The Best of the New York Erotic Film Festival" (USA 1989 FSK 18)

Eine Auswahl von preisgekrönten Erotik-Filmen, die einst bei einem legendären Festival Furore machten. Künstlerisch wertvoller als die plumben Hardcore-Streifen zeigt diese Kurzfilm-Auswahl unter anderem einen der berühmtesten Filme aus den zwanziger Jahren, der wohl nie in einem Fernsehprogramm hierzulande auftauchen wird.


"Rebecca" Tödliches Duell um die Traumfrau.

Die Selbstbescheibung des Films lautet: "Ein grosser Film voller Gefühle!" und "Leidenschaftlich, tragisch. romantisch!" Muliti Media Verlag. Netzadresse auf Hülle: www.mmv-magazin.com . Es geht trotzdem voll zur Sache…


Ansonsten sei verwiesen auf die Schwemme von Dirndl- und Lederhosen-, Internats- und (Black-)Emanuelle-, California- und Beach-Streifen, die bekanntermassen die Weiten bestimmter TV-Sender zu späterer Stunde bevölkern.


Der Erotikfilm

"Geschichte der O", 1. Teil / Histoire d'O (1975)

Just Jaeckin ("Emmanuelle") drehte im Playboy-Stil der 70er und machte Udo Kier bekannter. Story: Die junge O. (Corinne Clery) "lernt", sich den Begierden der Männer zu unter- werfen:

The beautiful O is taken by her boyfriend, Rene, to a bizarre retreat, where she is trained in bondage and sexual perversion. Rene discharges a personal debt by transferring possession of O to his step-brother, Sir Stephen…


"Im Reich der Sinne", (1976),

ein japanischer Spielfilm von N.Oshima.

Hier soll viel & so echt & so leidenschaftlich gevögelt werden.

Menschliche Sexualität als nicht kontrollierbare, zerstörerische Kraft: Der Japaner Nagisa Oshima beschrieb 1976 den Leidens- und Lustweg eines Paares und überschritt dabei die beim Kinosex geltenden Scham- und Angstschranken. Das exzessive Meisterwerk wurde in Japan und einigen europäischen Ländern verboten und während der Berlinale 1977 von der Staatsanwaltschaft vorübergehend beschlagnahmt.

In größter Lust erbittet ein Liebender den Tod… Regisseur Nagisha Oshima mußte für den Skandalfilm vor Gericht.


"Ekstasen, Mädchen und Millionen" — ein "normaler" Hetenfilm,

für's Kino gedreht, aber 8-10 Jahre jung.


Eine besondere Empfehlung erhielt "Cool Water" vom Label "Dino Vision"

"Elf Tage, elf Nächte" (1986)


"Vanessa"


"Töte was Du liebst" [Indiziert]


"Der Duft der Liebe" / "Zazel — The Scent of Love" (auf deutsch auch "Zazel, Duft der Liebe") (USA; 1995)

Der Streifen lief scheinbar auch mal auf Premiere, jedenfalls habe ich ihn in der TV Spielfilm gesehen. Es wurde sehr viel Wert auf Optik gelegt, dazu gehoert z.B. auch gutes Body Painting. In den USA ist der Streifen scheinbar in vielen Best-Of Listen zu finden.

Eine Handlung in dem Sinne hat der Film nicht, es geht um eine Duft-Designerin, die den "Duft der Liebe" finden will und Fantasien hat.

extrem fantasievoll, irgendwie alles nur so kleine Episoden, Phantasien, Träumereien, alles mit sehr schönen Modells, irgendwelche Ex-Playmates oder Penthouse-Damen.. wobei.. auch die Herren sind da durchaus gut gebaut und ansehnlich.. :))) gute Musik, gute Texte… sehr ungewöhnlich..


"Caligula" (1979)

[indiziert, größtenteils vergriffen], mit Peter O'Toole und anderen Stars, 70er Jahre, in D vom Staat aus den Kinos herausgerissen 3 Wochen nach Start. Der philosophierende Gang O'Tooles durch seinen mit ekstatisch-dekadent Fickenden gefüllten Palast ist legendär, von dem er dachte, er würde aus dem Film herausgeschnitten. Das dem nicht so war, isr einer der Gründe, warum die deutsche Staatsanwaltschaft in eine Blitzaktion ein paar Wochen nach Ur-Aufführung die Kinos 'besuchte'.

Ziemlich feistes Italo-"Porno"-Heroen-Spektakel in bester Tinto-Brass-Manier. Allein das Aufgebot an Weltstars macht diesen Schinken sehenswert. Allerdings können 148 min. römische Phallusphantasien ziemlich ermüdend sein.


"Fellinis Satyricon" (1969)

Liebe Lust Laster im alten Rom.

Ein frivoler Schelmenroman aus dem alten Rom diente Regisseur Fellini als Vorlage für dieses monumentale Sittengemälde: Die Jünglinge Encolpius (Martin Potter) und Ascyltus stoßen in der römischen Unterwelt, die einem Pappmaché-Panoptikum gleicht, auf Lustsklavinnen und Buhlknaben, Kannibalen, Zwitter und Ungeheuer.

Abenteuer eines Jünglings in der dekadenten Gesellschaft Roms zur Zeit Neros: Ein fantastischer Bilderbogen.


"Tokio Dekadenz" (1991-92)

Eine Prostituierte lässt sich auf alle Kunden-Perversionen ein.

Das Callgirl Ai (Miho Nikaido) ist Spezialistin für ausgefallene Sadomaso-Gelüste. In den Luxushotels von Tokio bedient sie gelangweilte Manager, die nach einem harten Arbeitstag ihren erotischen Obsessionen freien Lauf lassen wollen. Privat lebt die nachdenkliche Ai jedoch sehr zurückgezogen. Es gibt nur einen einzigen Mann, mit dem sie ihr Leben teilen würde, doch den hat sie aus den Augen verloren. Eine Wahrsagerin soll ihr jetzt den Weg zum Glück weisen. Regisseur Ryu Murakami gilt wegen seiner gesellschaftskritischen, tabubrechenden Werke als "japanischer Pasolini". Diese kunstvoll arrangierte Reflexion über Liebe, Einsamkeit, Geld und die gefühlskalte japanische Wirklichkeit drehte er nach seinem Erzählband "Topaz". Dafür gewann er beim italienischen Filmfest in Taormina 1992 den Preis für die beste Regie


Der erotische Film

"9 1/2 Wochen" Nine 1/2 Weeks (1985-86)

An erotic story about a woman, the assistant of an art gallery, who gets into an impersonal affaire with a man. She barely knows about his life, only about the sex games they play, so the relationship begins to complicate


"Der letzte Tango in Paris" (1972)

Bernardo Bertolucci schickte 1972 Marlon Brando und Maria Schneider in eine Tour de force über Liebe, Sex und Tod: Die beiden verbringen drei obsessive Tage in einer leerstehenden Pariser Wohnung, ohne etwas von ihrem Leben preiszugeben. Das schlagzeilenträchtige Epos landete in Italien kurz nach seiner Premiere auf dem Index und durfte erst 1987 wieder aufgeführt werden. Legendär: die "Butter-Szene"…

In einem leerstehenden Apartment begegnet der alternde Amerikaner Paul (Marlon Brando) der sinnlichen Jeanne (Maria Schneider). Paul verführt sie. Von nun an treffen sie sich immer wieder, ohne ihre Namen oder ihre Geschichte preiszugeben. Pauls Ausschweifungen gepaart mit seinem Schweigen schwören eine Tragödie herauf. — Marlon Brando beeindruckt als vereinsamter Mann.

How to fuck an ass, kann man da nur sagen


"Die wilde Orchidee" (Teil 1) Wilde Orchidee / Wild Orchid () — schwüle Hitze der Nacht

Emily, a raw recruit to a law firm is sent to Brazil with Claudia to help finalise a real estate deal. Emily is innocent and vulnerable, and when she's left in Rio with Wheeler, a milionaire with an unusual outlook on life, Emily is shocked and intrigued by the sex antics to which she is exposed.


"(Obsession) Ein Schwarzer Engel" / "L'ange noir" (F. 1994)

Die angesehene Frau (Sylvie Vartan) eines Richters (Michel Piccoli) hat kaltblütig einen Gangster erschossen. Ihre Vergangenheit ist düster… Kühl stilisiert


"Der Liebhaber" / "L'amant" (1992)

Intensive und sehr sinnliche Verfilmung des Marguerite-Duras- Romans: 15jährige Französin (Jane March) verliebt sich in einen kultivierten Chinesen.


"Name der Rose" (D/I/F 1986)

Nur eine Szene, aber was für eine!


"Andy Warhols Dracula"

"Dracula" (USA 1979)

John Badhams Horrorfilm zeigt den berühmten Vampir als sinnlichen Lüstling

Romantischer Schrecken in edlen Bildern

Spätestens seit Francis Ford Coppolas opulenter "Dracula"-Film an den Kinokassen für Furore sorgte, wissen wir: Der Vampir-Graf ist weit mehr als nur ein blutgieriger Beißer. Der Herr der Dunkelheit verfügt offensichtlich über eine unbezähmbare Libido! Einen mindestens ebenso sinnlich veranlagten Dracula präsentierte Regisseur John Badham bereits 1979 mit dem unbekannten, aber keinesfalls unerfahrenen Frank Langella in der Titelrolle. Der hatte den Horror-Fürsten bereits unzählige Male auf einer Broadway-Bühne gespielt, bevor er von Badham für den Film verpflichtet wurde. Auch er bohrt seine wuchtigen Zähne vornehmlich in die schneeweißen Hälse begehrenswerter Frauen, die sodann zwei rote Schönheitsflecken zieren. Das ergibt nicht nur wunderbare optische Effekte, sondern war in Bram Stokers Romanvorlage auch ein Symbol für den gleichsam wohligen wie schändlichen Makel der Entjungferung. Langella verkörpert den transsylvanischen Halsfetischisten als Gentleman, dem sich seine Opfer in suizidaler Wollust hingeben. Der grausige Blutsauger à la Bela Lugosi oder Christopher Lee ist out — der neue legt Wert auf Manieren und Lebensart! Entsprechend unwohl fühlt sich Dracula auch in seiner unwirtlichen rumänischen Heimat. Er verläßt die düsteren Gemäuer und macht sich auf ins ferne England, wo er in opulenten Schloßkulissen sein Unwesen treiben darf. Dort erwarten ihn allerdings schon die beiden unerbittlichen Vampirjäger Van Helsing und Seward…


"Bram Stoker's Dracula" (1992)

Ein barocker Rausch der Bilder, Sinne, Farben

Die Szene mit den drei Blutsaugerinnen geht unter die Haut!

Unter allen Monstern der Filmgeschichte ist Graf Dracula das zeitloseste und deshalb wohl mächtigste. Der Fürst der Dunkelheit, den der englische Schriftsteller Bram Stoker 1897 zu Papier brachte, hat inzwischen über hundertmal das Licht der Leinwand erblickt. Regisseur Francis Ford Coppola ("Der Pate", "Rumble Fish") bemühte sich nach eigenem Bekunden um eine möglichst werkgetreue Verfilmung. Aber seine Bildersprache (Kamera: Michael Ballhaus) bedient sich rigoros der Ausdrucksmittel des ausgehenden 20. Jahrhunderts und macht den Film zu einem Bilderrausch zwischen Videoclip und Computer-Elektronik. Lediglich die Kostüme der Hauptdarsteller lassen erahnen, daß die Story eigentlich im 19. Jahrhundert spielt. Im 15. Jahrhundert trauert Fürst Dracula (Gary Oldman) um seine Geliebte Elisabeta (Winona Ryder), die sich aus Verzweiflung umgebracht hat. Er schwört ewige Rache, entsagt Gott und wandelt sich zum Vampir. 450 Jahre später erkennt er in der Braut des blutjungen Maklers Harker (Keanu Reeves) seine Geliebte wieder. Er will sie mit aller Macht erobern.

Immobilienmakler Jonathan Harker (Keanu Reeves), geschäftlich unterwegs in Transsylvanien, folgt der Einladung eines alten Grafen. Bereits kurz nach der Ankunft auf dem Schloß entdeckt er, wer sein Gastgeber wirklich ist: Dracula (Gary Oldman), der Fürst der Vampire. Als Dracula ein Foto von Jonathan's Verlobter Mina (Winona Ryder) sieht, ist es um den Meister der Dunkelheit geschehen: Mina gleicht Draculas verstorbener Braut Elisabeth aufs Haar! Dracula überlistet Jonathan und reist blutdürstend zu Mina nach London…

Dracula. Grauenerregend, blutig, erotisch, sinnlich, wundervoll. Francis Ford Coppolas Meisterwerk ist ganz großes Kino!


"Blue Velvet" (1986)

Diese Stimme! Also diese Stimme!

Ein naiver Held, ein Perverser und eine geheimnisvolle Frau — typischer Lynch-Thriller

Böse, pervers, verstörend, faszinierend, originell…

Der etwas naive Student Jeffrey (Kyle MacLachlan) findet auf einer Wiese seines Städtchens ein abgeschnittenes Ohr. Zwar trägt er es brav zur Polizei, spielt dann aber selbst Detektiv; während seine hysterische Freundin Sandy (Laura Dern) im Auto wartet, steigt er bei der Nachtclubsängerin Dorothy (Isabella Rossellini) ein, die offenbar in den mysteriösen Fall verwickelt ist. Jeffrey wird ertappt. Die Schöne verwirrt ihn mit erotischen Forderungen — und dann wird Jeffrey Zeuge, wie der wahnsinnige Gangster Frank (Dennis Hopper) sie vergewaltigt. Doch dies ist erst der Anfang einer langen Reihe von sadistischen und perversen Verwicklungen, in die Jeffrey gerät… "Blue Velvet" gilt inzwischen als Klassiker und fe-stigte David Lynchs Status als Kultregisseur. Der Film zerfetzt die heile Kleinstadt-Kulisse und zeigt, perfide und faszinierend zugleich, die Abgründe der menschlichen Seele. Kyle MacLachlan, der sowohl in "Dune" (1984) als auch in der legendären "Twin Peaks"-Serie (1991) für Lynch vor der Kamera stand, erlebte jüngst einen Karriere-Einbruch mit dem Mega-Flop "Showgirls". Ach ja — und David Lynch dreht endlich wieder einen Film!

A man returns to his home town after being away and discovers a severed human ear in a field. Not satisfied with the police's pace, he and the police detective's daughter carry out their own investigation. The object of his investigation turns out to be a beautiful and mysterious woman involved with a violent and perversely evil man.


"Die blaue Lagune" (USA 1980) mit Brooke Shields

Das Teeny-Sexchen mit Weichzeichner


"Decameron" / "Il decameron" (I 1970)

Regie Pasolini — uff, eigentlich schon Grenzbereich

Nach der Novellensammlung des Dichters Giovanni Boccaccio. Acht der hundert Erzählungen hat Pasolini hier zu einem sinnlichen Panoptikum des mittelalterlichen Liebeslebens kombiniert

Nicht zu Verwechseln mit "Decamerone — Abenteuer der Wollust"!


"Fellinis Casanova" Il Casanova di Fellini (I 1976)

Casanova (Donald Sutherland) erscheint in Frederico Fellinis opulentem Bilderbogen als tragikomischer Held, der in einer hermetischen Masken- und Kulissenwelt zum Opfer eines selbstauferlegten sexuellen Leistungsdruck wird.


Kindheit, Berufung und erste Erlebnisse des Venezianers Giacomo Casanova / Infanzia, vocazione e prime esperienze di Giacomo Casanova, veneziano;(I 1969); 105 Min.; R: Luigi Comencini

Themenabend: Casanova. Sittengemälde über die Zeit, als Herzensbrecher Nr. 1 die Frauen verzückte

Amüsant, kurzweilig und ohne Platitüden

Giacomo Girolamo Casanova (1725 — 1798) wuchs als zartes und kränkelndes Kind eines Gauklerpaares auf. Der Vater starb früh, die Mutter vernachlässigte ihren Sohn. Der Junge wuchs bei der Oma auf, die ihn auf die Priesterschule in Padua schickte. Nach seiner ersten Predigt findet Casanova (Leonhard Whiting) im Opferstock Liebesbriefe, die seine Neugier wecken. Im Bett reicher Venezianerinnen verliert er die Unschuld, die Kutte legt er bald für immer beiseite… In der Tradition des Neorealismus bemüht sich Regisseur Comencini um ein realitätsnahes Panorama des Alltags jener Zeit. Das ist frivol, vergnüglich und charmant inszeniert.


"Gefährliche Liebschaften" / "Dangerous Liaisons" (1988)

Adaption des frivolen Laclos-Romans

Anno 1782 intrigieren die Adelszicke Glenn Close und der Wüstling John Malkovich um die Wette — zum Leidwesen von Michelle Pfeiffer. Ein dekadenter Leckerbissen


"Halfaouine" / "Halfaouine — l'enfant des terrasses" (1990)

[für Voyeure]


"Henry & June" — Episode aus der berühmtesten Menage à trois der

Geschichte (1990)

Amerikas Zensoren verpaßten Philip Kaufmans recht prätentiösem Werk 1990 das für Pornos übliche "X-Rating". Womit die sexplosive Dreiecksbeziehung zwischen der Schriftstellerin Anaïs Nin, ihrem Kollegen Henry Miller und dessen Gattin June die öffentliche Diskussion über Sex- und Gewalt im Kino neu entfachte.

In 1931 Paris, Anais Nin meets Henry Miller and his wife June. Intrigued by them both, she begins expanding her sexual horizons with her husband Hugo as well as with Henry and others. June shuttles between Paris and New York trying to find acting jobs while Henry works on his first major work, "Tropic of Cancer," a pseudo-biography of June. Anais and Hugo help finance the book, but June is displeased with Henry's portrayal of her, and Anais and Henry have many arguments about their styles of writing on a backdrop of a Bohemian lifestyle in Paris.

Nach den Autobiografien von Anaïs Nin und Henry Miller. Paris 1931: Zwischen Anaïs (Maria de Medeiros), Henry und seiner Frau June entspinnt sich eine sinnliche Ménage à trois. — Faszinierend


"Die Hure" [soft] / "The Whore" (USA 1991)

Eine Prostituierte erzählt in dem realistischen Milieudrama ihre Lebensgeschichte

Nuttenszene ohne falschen Märchenglanz

Als Gegenentwurf zu der Aschenbrödel-Romanze "Pretty Woman" zeigte Ken Russell ("Tommy") das älteste Gewerbe der Welt 1991 realitätsnah mit all seinen Schattenseiten und Perversionen. "Im Grunde wollen die Kunden keinen Sex, sondern Rache", erklärt die Prostituierte Liz (Theresa Russell, nicht verwandt mit dem Regisseur) dem ernüchterten Zuschauer, der sie durch ihren trostlosen Arbeitsalltag begleitet und nebenher die Lebensgeschichte der Hure erfährt. Nach dem Scheitern ihrer Ehe gibt Liz ihr Kind zu Pflegeeltern und beginnt, ihr Geld auf dem Strich zu verdienen. Den Löwenanteil der Einnahmen streicht der Zuhälter Blake (Benjamin Mouton) ein. Auf der Flucht vor ihm und den brutalen Freiern findet Liz in Rasta (Antonio Fargas, legendär als "Car Wash"-Tunte) einen Beschützer. Vorübergehend.


"Le Journal d'une Femme de Chambre"


"Die Jungfrauenmaschine" (BRD 1988) [Verbalvoyeurismus]


"Der kleine Tod der feinen Damen" / "Dames galantes" (F 1990)

Orgasmus auf französisch: Le petit mort!

Erotikdrama von Jean-Charles Tacchella ("Cousin, Cousine") mit Isabella Rossellini. Ein französischer Edelmann zieht dem Krieg die Liebe vor

Vergesst Casanova! 200 Jahre vor dem legendären Italiener schlich sich bereits der französische Lebemann Brantôme (1540 bis 1614) in die Herzen und Betten der Frauen. Statt auf die Schlachtfelder zieht es ihn zu den Damen der feinen Gesellschaft. Aber auch die Liebe kann gefährlich sein… Richard Bohringer und Isabella Rossellini spielen die Hauptrollen in diesem geistvollen Liebesdrama, das erlesen ausgestattet und fotografiert ist. Sex und Erotik verkommen ausnahmsweise mal nicht zum Schlüssellochkino


"Der Kontrakt des Zeichners" / "The Draughtsman's Contract" (GB 1982)

[bedingt]

England 1694: Der blasierte Maler Neville (Anthony Higgins) soll zwölf Zeichnungen vom Anwesen der Herberts anfertigen. Im Gegenzug fordert der Erotomane, daß die Hausherrin "seinen Wünschen zu entsprechen" habe. Doch der vergnügliche Auftrag endet für Neville im Desaster… Ein Fest der falschen Fährten und der atemberaubenden Bilder


"Das Mädchen am Ende der Straße" / The Little Girl Who Lives Down the Lane" / "La petite fille au bout du chemin" (Kan 1976).

Eine alleinlebende 13jährige (Jodie Foster) provoziert die Nachbarn mit ihrer Eigenwilligkeit. Ihr Vater (Martin Sheen) scheint verschwunden zu sein…

[Jodie Foster als 13-jährige, DIE Szene gegen Ende des Films]


"Der Mann der Friseuse", Frankreich 1990, 81 Min.

Regie Patrice Leconte

Im Alter von 12 Jahren beschließt ein Junge, später einmal eine Friseuse zu heiraten — für ihn der Inbegriff aller Sinnlichkeit. Jahre später verwirklicht er diesen Traum an der Seite einer Frau, mit der er eine enge, weltabgewandte Ehe führt, bis sie sich aus Angst, daß die Leidenschaft abebben könnte, das Leben nimmt. Eine formal beeindruckende, mit ungewöhnlich leichter Hand und sanftem Humor inszenierte Geschichte einer "amour fou", inszeniert als Bekenntnis zu Fantasie und Sinnlichkeit.


"Striptease" (USA 1996)

wenig Sex, aber viel Haut!

Demi Moore will das Sorgerecht für ihre Tochter zurück. Um die Verhandlung bezahlen zu können, lässt sie für Burt Reynolds alle Hüllen fallen…


"Nackte Jugend" / "Seishun zankoku monogatari" (JAP 1960)


"Nackter Tango" / "Naked Tango" (1989)

Ein argentinischer Tango inmitten einer mit Stierblut gefüllten Grube! Extraordinär

Leonard Schraders Melodram schildert den Tango als Melodie des Todes

Stefanie (Mathilda May) reist mit ihrem alten Ehemann (Fernando Rey) 1924 an Bord eines Luxusliners nach Buenos Aires. Eines Nachts wird sie Zeugin, wie an Deck eine junge Frau Selbstmord verübt. Stefanie nimmt die Identität der Toten an, um so ihrer öden Ehe zu entfliehen. Sie kommt vom Regen in die Traufe: Im Zielhafen erwaret sie ein Mann, der per Briefheirat mit der Toten verheiratet wurde: Zico, ein brutaler Zuhälter… Gedreht wurde das morbide, erotische Werk an Originalschauplätzen, vor allem im Hafen von La Boca, der Wiege des Tangos


"Die öffentliche Frau" / "La femme publique" F 1984).

Valérie Kaprisky ("Atemlos") als sexy Fotomodell, das den Voyerismus ihres Regisseurs nicht länger erträgt… In den 80ern sorgte der Film für ein Skandälchen.


"Augen der Angst" / "Peeping Tom" (GB 1960)

[strange!]

Düsterer, mißverstandener "Skandalfilm", der Regisseur Michael Powell und seinem Star Karlheinz Böhm fast die Karriere gekostet hat: Ein geisteskranker Mann filmt Frauen, während er sie ersticht.


"Prêt-à-Porter " / "Ready to Wear" (USA 1994)

[bedingt]

Vor allem die Modeschau am Ende des Films ;-)

Robert Altman stellt den Pariser Modezirkus bloß. Episodische Satire

Die Pariser Modewochen sorgen für Aufruhr: Designerin Simone (Anouk Aimée) erfährt vom Verkauf ihrer Firma, die Witwe Isabella (Sophia Loren) becirct ihren Ex-Lover (Marcello Mastroianni), und TV-Reporterin Kitty (Kim Basinger) hetzt neuen Trends hinterher. Der Journalist Joe (Tim Robbins) hat zudem Probleme in seinem Hotel: Eine Fehlbuchung führt dazu, daß er sich ein Zimmer mit seiner Kollegin Anna (Julia Roberts) teilen muß. Nach anfänglichen Streitigkeiten stürzen sie sich in ein amouröses Abenteuer. Robert Altman rückt dem Mode-Firlefanz lustvoll bissig zu Leibe. Neben den Großen der Leinwand geben sich Laufsteg-Promis wie Naomi Campbell und Claudia Schiffer ein Stelldichein. Zu den dutzendfachen weiteren Stars zählen die Sängerin Ute Lemper, Almodovar-"Nase" Rossy de Palma oder Edel-Homo Rupert Everett.


"Rendez-vous" (F 1985)

Die junge Schauspielerin Nina (Juliette Binoche) wird von dem Makler Paulot (Wadeck Stanczak) und seinem Freund Quentin (Lambert Wilson) begehrt. Sie gibt sich dem wilden Quentin hin


"Die Schöne des Tages" / Belle de jour (1967)

Eigentlich führt Severine (Catherine Deneuve) eine harmonische Ehe, doch insgeheim träumt die 23jährige von sadistischen Sexspielen. Durch den Lebemann Henri Husson (Michel Piccoli) erfährt sie von einem "gewissen Haus", in dem sich die Frauen ihren Freiern gegenüber "unterwürfig" zeigen. Severine nimmt Kontakt zum Etablissement der Madame Anais (Geneviève Page) auf und erfüllt fortan als "Belle de jour" die ausgefallensten Wünsche ihrer Kunden. Als der Gangster Marcel (Pierre Clementi), ein eifersüchtiger Freier, Severine für sich allein beansprucht, fordert das Doppelleben ein Opfer… Luis Buñuel ("Der andalusische Hund") läßt in seinem erotischen Drama Traum und Wirklichkeit nahtlos ineinander übergehen und unterstreicht die Brüchigkeit der bürgerlichen Moral. Catherine Deneuve, die jüngst in Berlin den Goldenen Ehren-Bären erhielt, festigte mit dieser Rolle ihr Image als "kühle Blonde".

Severine is a beautiful young woman married to a doctor. She loves her husband dearly, but cannot bring herself to be physically intimate with him. She indulges instead in vivid, kinky, erotic fantasies to entertain her sexual desires. Eventually she becomes a prostitute, working in a brothel in the afternoons while remaining chaste in her marriage.


"Parasiten-Mörder" / "Shivers" / "Frissons" (Kan 1974)

…verwandeln Menschen in Sex-Monster. Horror von David Cronenberg

Im luxuriösen Starliner-Wohnkomplex sind die Experimente eines Wissenschaftlers außer Kontrolle geraten. Ergebnis: In dem Nobel-Ghetto verbreitet sich rasend schnell eine unheimliche Epidemie. Spießer fallen lüstern übereinander her, und wer nicht von sexueller Raserei gepackt wird, läuft anderweitig Amok. Schuld daran tragen Parasiten, die durch Sex weitergegeben werden … Prophetisch: David Cronenbergs blutig-makabres Kinodebüt mutet wie eine Parabel auf Aids an — entstand allerdings fast zehn Jahre, bevor der HIV-Virus um die Welt ging.


"Sommer der Liebe" (D 1992) FSK 18


"Fellinis Stadt der Frauen" / "La città delle donne" (I 1979)

In Fellinis Gesellschaftssatire wird Schürzenjäger Marcello Mastroianni zum Gejagten

Umstrittene Intention in fantastischen Bildern

Weil er mal wieder einem Rock nachsteigt, gerät Professor Snàporaz (Marcello Mastroianni) auf einen Kongress militanter Frauenrechtlerinnen. Was ihn zunächst amüsiert, wird sehr bald bedrohlich, denn die aggressiven Weibsbilder wollen Hand anlegen. Da bleibt nur die Flucht in die Villa eines alten Schulfreundes, der gerade seine zehntausendste weibliche Eroberung feiert… Fellinis opulenter Abgesang auf das Patriarchat galt gerade bei Feministinnen als Beweis für seine Frauenfeindlichkeit, zu appetitlich waren seine Erotik-Visionen in Szene gesetzt.


"Stille Tage in Clichy" (Nicht Chabrols, sondern Thorsens Fassung von '69)


"Die unanständige Frau" / "De onfatsoenlijke vrouw" (NL 1991)

Eine brave Ehefrau entdeckt plötzlich die pure Lust

Obwohl glücklich verheiratet, träumt Emilia (José Way) von einer leidenschaftlichen Affäre. Der geheimnisvolle Leon (Huub Stapel) scheint dafür genau der Richtige. Für ihn verkleidet sie sich als Hure und lässt sich im Auto oder in der Damentoilette lieben. Bald wird das Spiel zur Besessenheit… Der Mix aus Erotik und kitschigem Melodram lebt von der Intensität seiner Hauptdarstellerin.


"Verführung: Die grausame Frau" (BRD 1986)

[Dokumentarcharakter]

Sado-Maso-Drama von Monika Treut und Elfi Mikesch. Domina Wanda veranstaltet sadistische "Shows" mit Lesben und Freiern. — Mit Udo Kier und Georgette Dee


"Wilde Nächte" / "Les nuits fauves" (1992)

HIV-positive Jean liebt Teenager Laura, begehrt aber auch Boxer Samy… Cyril Collard, Hauptdarsteller und Regisseur des autbiographischenWerks, starb wenige Monate nach Ende der Dreharbeiten


"Die Zeit der Wölfe" / "The Company of Wolves" (GB 1984)

[Märchen mit atemberaubender

'Wolfsmädchen-aus-dem-Brunnen-komm'-Szene]

Über ihrem Märchenbuch eingenickt, träumt die 13jährige Rosaleen von phantastischen Welten. Darin tapst sie, trotz aller Warnungen, sorglos durch den verwunschenen Wald und trifft einen Jäger. Als er sich nach einem Kuß als Werwolf entpuppt, fühlt sich Rosaleen abgestoßen und angezogen zugleich. Neil Jordan schuf eine Parabel auf die erwachende weibliche Sexualität.


"Die flambierte Frau" (1983)

Callgirl liebt Callboy, was unhappy endet, weil ihr Traum vom bürgerlichen Leben buchstäblich in Flammen aufgeht. Robert van Ackerens Grenzgang zwischen Bizarrem und Biederem war einer der großen Kinohits 1983 und machte die damals unbekannte Bühnenmimin Gudrun .

Eva (Gudrun Landgrebe) hat keine Lust mehr auf Spießermuff und ihren selbstverliebten Mann. Die attraktive Frau macht sich als Callgirl selbstständig und eröffnet mit dem Gigolo Chris (Mathieu Carrière) eine eigene "Praxis". Schon bald erwacht in Chris die Eifersucht auf Evas Kunden… Das satirisch gefärbte Drama wurde 1984 für den Oscar als Bester Auslands-Film nominiert. Regisseur Robert van Ackeren ("Die Venusfalle") gelang eine hintersinnige Parabel auf die bürgerliche Gesellschaft.


David Hamiltons [Für Freunde jugendlicher Ästhetik ohne nennenswerte Handlungen]

"Zärtliche Cousinen" Tendres cousines (F 1981)

Sommer 1939 in der Provence. Der 14jährige Julien (Thierry Tevini) will seiner schönen Cousine Julia (Anja Schüte) an die Wäsche. Die läßt sich aber lieber von älteren Typen die Haarspange lösen. Zum Trost darf sich Julien an den Dienstmädchen versuchen.

"Bilitis" (F 1976)

"Die Geschichte der Laura M." / "Laura, les ombres de l'été" (F 1979)


"Romance" NEU!!!

It is an art-house sex movie, and that term no longer has the allure it once did. But I found "Romance" to be one of the two or three most potent films about sex I've seen in the last few decades. And I hope to persuade you that it's something more than just some arty turn-on, though among other things it certainly is that, too.

It's quite different from "Basic Instinct," "Eyes Wide Shut" or "Nine 1/2 Weeks." No stars, no melodrama, no rock soundtrack, no flashy cutting. Instead, "Romance" is austere, even clinical. And where such gross-out date movies as "There's Something About Mary" and "American Pie" suggest food fights at the Burger King, "Romance" is like an evening spent at a four-star restaurant, lingering over the paté and snails. "Romance" is about Marie (Caroline Ducey), a sexually frustrated woman who is looking to be fulfilled, wherever that desire may take her. She's a schoolteacher, mousey but chic, whose narcissistic, male-model boyfriend (Sagamore Stevenin) will barely touch her, and he won't let her touch him. For the needy Marie, he's like a Beckettian, cosmic joke. Depressed by his sensual neglect, she seeks physical fulfillment elsewhere. She finds an Italian stud (played by the international porn star Rocco Siffredi). Her boss at school (François Berleand) provides her some surprises, and other men have a go at her too. Woven throughout is Marie's voice, in an unusual kind of voice-over that's part diary, part stream-of-consciousness.

Had Catherine Breillat's "Romance" been released 25 years ago, it would have caused an immense fuss in the press, and would likely have been a must-see for the stylish crowd. You'd have overheard people arguing about it in restaurants and bars. Hipsters would have competed to see who could be bored with the whole brouhaha first. These days, who knows how it'll be received? It is an art-house sex movie, and that term no longer has the allure it once did. But I found "Romance" to be one of the two or three most potent films about sex I've seen in the last few decades. And I hope to persuade you that it's something more than just some arty turn-on, though among other things it certainly is that, too.


"Eyes Wide Shut" (USA 1999)

Gott ist tot, aber die Trauer der Filmgemeinde währte nur wenige Wochen: Am 7. März erlag Stanley Kubrick einem Herzinfarkt, am 16. Juli kam sein Vermächtnis in den USA in die Kinos. Doch die Welt fiel nicht wie sonst auf die Knie, selbst der seltsam ängstliche Respekt vor dem Über-Regisseur wich dem Urteil "Altmännerphantasie". Und als "Eyes Wide Shut" am zweiten Wochenende auch noch an der Kinokasse einbrach, erklärte ein hohes Tier der produzierenden Warner-Studios, ihr Film sei nun mal vom Tom-Cruise-Plateau auf Kubrick-Niveau abgestürzt. Wieso diese cineastische Blasphemie? 30 Jahre hatte Kubrick die Verfilmung von Arthur Schnitzlers "Traumnovelle" beschäftigt. Die 17monatige Drehzeit gehört zu den längsten der Kinogeschichte, und dann war da noch der Kubrick-Mythos vom perfektionssüchtigen Genius und exzentrischen Eremiten: Da "Eyes Wide Shut" zumeist in Manhattan spielt, ließ er von dort Original-Müll ans englische Filmset importieren. Als einem Reporter das erste Foto von ihm seit 17 Jahren gelang, verdreifachte er die Security. Und als dann durchsickerte, daß für die USA eine Orgie mit Tom Cruise entschärft werden mußte, brach der Sex-Hype los. Eine Erwartung, die kein sich öffnender Kino-Vorhang wegfegen kann. Oder doch?

Der Arzt William Harford (Tom Cruise) und seine Frau Alice (Nicole Kidman) gleiten traumhaft sicher durch die gesellschaftliche Elite New Yorks, vergewissern sich bei Flirts mit Fremden ihrer so wichtigen Attraktivität. Bis sie ihm unter Drogeneinfluß eine erotische Phantasie mit einem anderen Mann gesteht — und noch bevor der Joint im Aschenbecher landet, ist des Doktors Ego atomisiert.

Mit Abenteuerlust in den Lenden und Selbstbestätigung im Sinn zieht Harford in die Nacht — und da Cruise mittlerweile äußerst fotogen unter Schock zu stehen weiß, folgen wir gerne: Er verbringt mit der nettesten Nutte Manhattans rührende Momente, die ein bitteres Postscriptum haben werden. In bizarren Episoden trifft er einen Kostümverleiher, der offenbar als Zuhälter der eigenen Tochter auftritt, und erschleicht sich Zutritt zu einem orgiastischen Maskenball. Dort wird er enttarnt und darf erst flüchten, als sich eine der Nackten an seiner Statt opfert. Jede Verlockung läßt ihn zurückprallen, verdoppelt seine Verstörung und träufelt noch mehr Säure in die Batterie seines Lebens.

Frederic Raphael, Co-Autor des Drehbuchs, diskutierte mit Kubrick, ob es denn sinnvoll sei, den Stoff aus Schnitzlers Wien der 20er in die 90er zu verlegen, da sich das Mit-, Auf- und Auseinander von Mann und Frau in den 73 Jahren seit Erscheinen des Romans gewandelt habe. Die Antwort des 71jährigen Regisseurs: "Das glaube ich nicht." Dies und die beklemmende Auslotung der Libido lassen "Eyes Wide Shut" reaktionär erscheinen. Dem widerspricht Kubricks Witwe Christiane, die sagt, im Film ginge es nicht um Sex, sondern um Angst.

Tatsächlich wird ihre Aussage durch vielerlei Indizien gestützt: Da wäre die Feigheit des Ehepaars Harford, die Masken wirklich fallenzulassen. Oder die Nebenfiguren, über die man kaum zu urteilen wagt, so zwingend hat Kubrick ihre Leiden schaffenden Leidenschaften herausgestellt: wie die wirre Frau, die am Totenbett ihres Vaters den Arzt mit ihrer Liebe erdrückt. Oder der Bohemien Victor Ziegler, Gastgeber mondäner Sexpartys.Demnach wäre das Bollwerk Familie, das Kubrick den Harfords nahelegt, keine sichere Festung, sondern bloß der erträglichste Ort in einer Welt der Verunsicherung. Und die "Altmännerphantasie" wäre in Wirklichkeit nur eine ihrer vielen Bedrohungen. Aber "Eyes Wide Shut" ist zu sehr bohrender Thriller, um leichte Lösungen zuzulassen. Mag das Licht noch so anheimelnd gesetzt sein — im Sterbensschönen lauert immer der Tod. Am besten wird das spürbar beim Maskenball, wo Harford im Gewimmel der Luxuskörper vor Lust fast vergehen möchte. Allein die überragende Inszenierung dieser Szene wird uns noch Jahre faszinieren — wie auch das fürchterliche Geheimnis, das hinter seinen Exkursionen steckt. So mühelos läßt sich Gott also doch nicht entsorgen…

Vera Hoff

Sexual jolts disrupt Manhattan physician Bill Harford's equilibrium. At an elegant Christmas party, two "models" hit on him, he watches a Lothario try to pick up his tipsy wife, he aids a woman sprawled naked in a bathroom after an overdose. The next night, his wife reveals sexual fantasies with a stranger; a dead patient's daughter throws herself at him; as he walks, brooding, six teen boys hurl homophobic insults at him; a streetwalker takes him to her flat; he interrupts men having a sex party with a girl barely in her teens. His odyssey, which next takes him into a world of wealthy sex play at a masked ball of hedonism, threatens his life, his self-respect, and his marriage

+++++++++++

Stanley Kubrick's "Eyes Wide Shut" is built on the idea that sex is a dark, chaotic, destructive force. This is a poor foundation, though not because the idea is wrong exactly; sex can be all of the above. But sex is too primary, too deep and too big for the idea; what makes it most destructive and violent is part of what makes it creative and intensely loving. How these opposed qualities interact in each of us is complicated and tender and strange — it goes all the way down to the bottom of us, the part we can't see into. It's easy to be scared of what you can't see, but it's a little kid who thinks that because he's afraid of the dark, the dark is therefore evil.

"Eyes Wide Shut" has one strong early scene: A wife tells her husband of a moment some years past when a handsome young man simply glanced at her, and she was so inflamed that she would've thrown away her marriage for one night with him had the opportunity been there. That a complete stranger could arouse such a forceful primary response in her is scary for the characters and poignant for the viewer, poignant because it depicts how the underlayer of her unconscious — what we can't see — is at odds with the rational top layer of her life, creating an incongruity that might be funny or awful or both. At that point the movie is involving; we recognize the dilemma and want to see how it will play out.

But it doesn't. The husband, a doctor, gets an emergency call, leaves their apartment and is suddenly plunged into a (yawn) dark sexual underworld. It's a yawn because, unlike the first scene, it is not specific to a person in a particular moment; it seems a concept-driven overlay which makes the characters into stick figures. ("Concept" may be too cerebral a word. The sensibility of the film feels more obsessive than intellectual — though it seems an old obsession gone stiff and dry.)

The events that follow — a married patient throws herself at the doctor; a young girl prances with transvestites, after which her perverted dad tries to sell her to the doctor who has just witnessed a staid, funereal orgy — don't have anything to do with what his wife has said to him, but they're presented as if they're all part of the same big ball o' hairy horror. It's the vision of a kid in the dark, sex as bogeyman: The emotional landscape is undifferentiated, populated more by leaden archetypes than individual personalities.

And it's no fun at all — there is no sense of sex the ridiculous, the slippery curve-ball that turns heads of states into prevaricating buffoons. Kubrick's thematically similar "Clockwork Orange" was in its own way both sexy and goofy — you could feel its clown-nosed hero's vicious pleasure in rape and battery, his mechanical appetite for cruelty. That film acknowledged cruelty's seductive force, but it also sensationalized it, drawing a superficial equation between vitality and violence. Maybe Kubrick was attempting to go deeper here — and maybe he foolishly mistook an evocation of conventional morality for depth.

"Eyes Wide Shut" looks especially bad in contrast with "Summer of Sam," the new Spike Lee film, which is also about the fragility of monogamy and the destructive force of sexual desire. Lee's film is juicy, violent and sexy but also sensitive in the way he treats his characters' confusion and vulnerability. His male lead, the chronically unfaithful Vinnie, is a boy on fire, so hot he doesn't know what to with himself. He can't help fucking every girl in sight, not because he's driven by a dark, hellish force, but because his sexuality, while powerful, is undeveloped and muddled. We sense that sex is his only way of contacting the most dignified and truthful potential in himself — his mojo, as Austin Powers would have it — but that the contact never happens because his sexuality is also tied up with contempt and crude expressions of power, and he cannot put the higher and lower qualities together.

In longing for his own dignity and morality, he has displaced them onto his idealized wife, who must then become asexual in his eyes. In this film, sex is a complicated fireball of beauty and ugliness, life and death, and Lee isn't scared of the dark. "Summer of Sam" was not aggressively marketed as a sexy movie, but a male friend of mine told me he got an erection twice which watching it. He didn't even come close during "Eyes Wide Shut."


"Casanova" (1971) (mini)

The Italian adventurer and libertine Giovanni Jacopo Casanova lived from 1725 to 1798, but in this six-part series Dennis Potter attempted to find a contemporary relevance through his central themes of sex and religion. He commented that Casanova "was concerned with religious and sexual freedom, and these are the things we have to address ourselves to now." Casanova was imprisoned in Venice in 1755, and Potter used that event as a central device, constantly inter-cutting to contrast Casanova's amorous escapades, radiant, joyful and brightly lit, with his oppressive solitary confinement in the gloom of a half-darkened cell.


"Cupid" (1998/I)

Trevor Hale is attractive, witty, uncommonly intelligent — and he may be Cupid, the Greco-Roman god of erotic love. Probably not, but he thinks so. Trevor's insistence that he is Cupid lands him in a mental hospital, where he meets psychologist Claire Allen, a renowned authority on romance. Trevor tells Claire that he has been stripped of his godly powers by Zeus, and exiled from Mount Olympus as a punishment for arrogance. To win his way back among the gods, Trevor must unite 100 couples in everlasting love, without his bow and arrows. Claire does not believe in Cupid, but she risks her career by releasing Trevor from the hospital, assuming responsibility for his behavior. Trevor finds work as a bartender, and regularly disrupts Claire's group therapy sessions. All the while, he plots his campaign to promote romance, and earn his way back to Olympus. While encouraging sexual abandon in others, Trevor remains celibate; he believes sex with a mortal will confine him to Earth forever.


"Number 96" (1972)

Groundbreaking serial featuring high camp dramatics, sex sin and nudity, and hilarious comic relief. Set in a block of eight flats in inner suburban Sydney, storylines dealt with the residents of the flats while the ground floor wine bar and delicatessen, and near-by Laundrette provided central meeting places for characters. Original characters included busty blonde virgin Bev Houghton who fell in love with homosexual Lawyer Don Finlayson, buxom fashion designer Vera Collins, an older sex-symbol with a heart of gold and a troubled love life. Vera's friend was the rapacious superbitch Maggie Cameron. Other characters included 'whingeing- pom' Alf Sutcliffe and his cheery but concerned wife Lucy, and befuddled and bespectacled young Arnold Feather. Most popular of all was gossipy Dorrie Evans with a whining voice spouting comic malapropisms, and her hen-pecked husband Herb. Jack Sellars was resident ladies man. Early episodes saw new characters such as deli owner Aldo Godolfus sporting a ridiculously bogus Hungarian accent and paste-on moustache, and his supportive wife Roma. They were followed by bubbly wine-bar owner Norma Whittaker and her amateur inventor husband Les, camp young movie fan Dudley Butterfield, and Dorrie's old friend and now lodger, the no-nonsense Flo Patterson: a perfect foil for snobbish Dorrie. Early storylines detailed the sex and sin aspects, with crime, rapes, murders and nudity. An early storyline was the dreaded 'knicker snipper', a devious intruder who ransacked the women's bedrooms and cut holes in their panties and bras. Later comedy storylines came to dominate though 1974 saw more crime with the horrific 'panty-hose' strangler killing off four young women residents, and 1975 saw four major stars killed off in the infamous 'bomb-blast' episode: a failed attempt to bolster the sagging ratings. Australia's first full frontal nude scene was added during the later episodes but nevertheless, ratings waned and the series eventually ended, with Dorrie and Don the only original characters still around at the end.


"Animal Instincts" (1992)

Ein Drogendealer erpreßt einen Cop mit dessen freizügigen Privatpornos. Erotikthriller. Angeblich wahr, aber kaum zu glauben

Polizistengattin Joanne (Shannon Whirry) sättigt ihren sexuellen Appetit mit diversen Liebhabern (darunter David Carradine). Ehemann David stört das wenig. Im Gegenteil, er bannt ihre Eskapaden sogar auf Video. Als ein Gangster davon Wind bekommt, soll David Joanne mit dem unbequemen Politiker Ross (Jan-Michael Vincent) im Bett filmen, um ihn auszuschalten.

A cop and his sexually frustrated wife are struggling to keep their failing marriage intact, when by chance he finds that he is at heart a voyeuristic peeping tom. To satisfy him, his wife has numerous affairs, which her husband watches on closed-circuit televison. However, the pair soon learn that when you play with fire, you'll always get burned.


"Cinderella" (1977)

An adaptation of the fairy tale, Cinderella traces the misadventures of our heroine, who, via the help of her "fairy" (i.e. gay) godmother, is granted heightened sexual prowess to win over Prince Charming. After a blindfolded orgy at the royal castle, the nerdy Prince must sleep with every willing woman in his kingdom until he finds that one, mysterious lover who so "stood out" on the night of the sex Ball.


" Katzenmenschen" / "Cat People" (USA 1982)

Katzenfrau Nastassja Kinski verwandelt sich beim Sex in ein Raubtier. Erotikhorror

Erotischer und sehr blutiger Bilderrausch

Nach Jahren kehrt die jungfräuliche Irena (Nas-tassja Kinski) zu ihrem Bruder Paul (Malcolm McDowell) zurück. Der eröffnet ihr, sie sei ein Katzenmensch wie er und dazu verdammt, sich beim Liebesakt in eine reißende Wildkatze zu verwandeln. Pauls Idee, eine inzestuöse Beziehung einzugehen, um Dritte zu schützen, lehnt Irena ab. Sie glaubt nicht an Pauls Story… Regisseur Paul Schrader hielt sich bei seinem Remake von Jacques Tourneurs Kultfilm (1942) nicht zurück und betonte den sexuellen Aspekt.

In this erotic remake of the 1942 classic, a young woman's sexual awakening brings horror when she discovers her urges transform her into a monstrous black leopard.


"Cafe Flesh" (1982)

In the aftermath of nuclear apocalypse, 99% of the survivors are Sex Negatives — they become violently ill if they attempt it. The minority Sex Positives engage in carnal theater for the entertainment of the Negatives at Cafe Flesh. Everyone is excited about the arrival at the club of the famous Positive Johnny Rico, and one Negative woman is beginning to question her negativeness as she and her boyfriend grow more distant from each other.


"Ekstase" / "Bolero" (USA 1984)

Schöne Bilder mit Bo Derek.

Follows the tale of a young woman's sexual awakening and subsequent journey around the world in pursuit of her ideal lover. Encounters include an Arabian sheik and a Spanish bullfighter. Her friend and butler accompany her and help to arrange her couplings. Moderate nudity and soft-porn.


"Das süße Leben" / "Dolce vita, La" (1960)

Ende der 50er: Rom ist eine von Gott verlassene Stadt, und Klatschreporter Marcello (Mastroianni) ein Parasit des Jet Set. Fasziniert von den dekadenten Ritualen der Promis, ist er gleichermassen angeekelt. Dabei zählt er selbst zu jener feinen Gesellschaft, in der Affären heute tödlich enden und morgen schon vergessen sind…

Voller Bilder, die in die Geschichte eingingen

Marcello is a society gossip columnist. During one of his rounds, he meets again Maddalena and spends the night with her in a whore's bedroom. When he comes back home the next morning, he discovers that his girlfriend Emma poisoned herself because of him. Later, he is at the airport where the famous star Sylvia is arriving : he will go with her a few days… A chronicle of a decadent society where there is no more values except alcohol and sex, and no solutions but suicide


"Deux femmes en or" (1970)

Two women leaving in the suburban of Montreal find difficult time waiting for their frequently absent husbands. They decide for fun to call as many delivery men as possible to have sex with them


"Delta of Venus" / "Delta of Venus" (USA 1995)

Im 1939er Paris verliebt sich die Schriftstellerin Elena in einen mysteriösen Autor

An American writer in Paris starts writing erotic fiction. From encouragement from her friends, her lover, and her publisher she gets involved in nude modeling and progresses onward through many other forms of voyeuristic and participatory sexual adventures. Contains full frontal nudity and simulated sex, lots of sexual dialogue and profanity.


"Fritz the Cat" (1972)

Der New Yorker Kater Fritz schmeißt das Studium, kifft sich zu und legt scharfe Miezen flach…

A persiflage on the protest movements of the 60s. It's hero is the bold and sex-obsessed tom-cat Fritz the Cat, as created by the legendary underground artist Robert Crumb. Quitting university Fritz the Cat wanders through the hash, Black Panther and Hell's Angels scenes to find to himself.


"Freeway" (1996)

A young girl lives with her prostitute mother and drug-addicted, ex-con stepfather. He sexually abuses her until both parents are taken away by the police leaving her with a social worker. She runs away and encounters the "freeway killer." This is the perfect exploitation film. It has all the elements: teenage female juvenile delinquent, prostitution, drug use, sexual abuse, serial rapist/killer, gunplay, courtroom drama, Brooke shields, women in prison, catfight, prison riot, lesbian sex. It overwhelmed me and I had to stop watching at that point. Maybe there was more.


"Erotique" (1994)

Three women filmmakers examine sexuality in this anthology. Segment 1 is entitled "Let's Talk About Sex" and is the story of an aspiring actress whose day job is as a phone-sex operator. Tiring of listening to callers' fantasies, she finds a caller who is willing to listen to hers. Segment 2 is called "Taboo Palor" and tells the story of two lesbians, who, for variety, pick up a man for sex. He ends up getting more than he bargained for. Segment 3 is "Wonton Soup." Here an Australian-Chinese man tries to rekindle his affair with a Chinese woman by returning to their roots: both in the kitchen and in the bedroom.


"Erotique" (1982)

One can determine a line in Tscherkassky's oeuvre which turns around a game with filmic presentation, with degrees of recognizability — with the only-just and the not-any-more. Just to see desire. An example of this is Erotique. One sees swirling pictures, parts of a woman's face, red lips, eyes in cyclical fragments of movement. Often it is difficult to tell which part of the body one actually sees (whoever wants to can see/imagine/think sexual organs and sexual acts.) The gaze gets hung up on partial objects, no integral, whole body to think about. No body, whose representation was always one of the problems in cinema.


"Joy" (1977/I)

A young woman, Joy, refuses to have sex with her husband. But after having had sex with two other men, she becomes obsessed with having sex and starts to have intercourse indiscriminately. She is arrested by the police but is released after having been "very" cooperative.


Die Unschuld" / "Innocente, L'" (I 1976)

Porträt des Bösen — in wunderschönen Bildern

Rom um 1890: Der reiche Tullio (Giancarlo Giannini), ein eiskalter Egoist, betrügt Ehefrau Giuliana (Laura Antonelli) mit der Gräfin Teresa. Als die Gattin sich durch eine Affäre rächt, kehrt er zu ihr zurück. Giuliana bringt das Kind ihres Liebhabers zur Welt — für Tullio eine tödliche Beleidigung! In seinem letzten Film attackiert Visconti jene Großbürger, die Mussolini zur Macht verhalfen.

Luchino Visconti's last film based on a novella by Gabrielle d'Annunzio is a haunting account of aristocratic chauvinism and sexual double standards in turn of the century Italy. Giannini as the psichotic husband whose lust cannot be satisfied. Antonelli as his sensitive and tormented wife and O'Neil as cunning possesive mistress.


"I Could Never Have Sex with a Man Who Has So Little Respect for My Husband" (1973)

In this sex farce, two middle-aged pairs of aspiring swingers rent a summer cottage in Martha's Vineyard. There they sit around discussing the pros and cons of having affairs.


"I Am for Sale" (1968)

Six "Ladies" of the night sit around someone's living room discussing their last clients. In various R rated sequences we see them shower, get body painted, have a group sex, cross dress, use a whip, strip and dance poorly, and get beaten, choked and apparently killed. This is disturbingly filmed, but the character does in fact live to tell the story


"House of Pain" (1995)

Portrays different sexual acts in four chapters: 'Precious' is about a woman who caresses a gravestone while masturbating. 'Scum' shows a newly wed couple performing sexual experiments with a bicycle, a cauliflower, and their own faeces. 'Kisses' is about sadomasochism and homosexuality. The last chapter is titled 'Shiteater' which about says it all. There is no dialogue and the music shifts between industrial rock and soundscapes.


"Lolita" (USA 1997, 137 Minuten, frei 16).

Der Film beginnt wie eine Erotik-Schnulze von David Hamilton: Lolita (Dominique Swain) liegt hingegossen im Garten ihrer Mutter (Melanie Griffith) und wird vom Rasensprenger naß gespritzt.

Zum Glück sind solche Ausrutscher in der Neuverfilmung des Nabokov-Klassikers "Lolita" von Adrian Lyne die Ausnahme. Und somit ist — wie zu erwarten — die ganze Aufregung umsonst gewesen: Die Weigerung der Verleiher in den USA, den Streifen in die Kinos zu bringen und die leidliche Diskussion, was die Kunst nun darf oder nicht. Die Geschichte über die Beziehung des College-Professors Humbert Humbert zu dem zwölfjährigen "Nymphchen" Lolita verzichtet auf eindimensionale Schuldzuweisungen oder billige Skandal-Effekte. Stattdessen wird mit Sensibilität und Zurückhaltung gezeigt, was eigentlich kaum zeigbar ist — trotz der Sexszenen, die natürlich ein Double von Dominique Swain spielte.

So bleibt der Film näher an der Vorlage als die Stanley Kubrick Fassung von 1962. Damals durfte James Mason gerademal die Fußnägel der Lolita-Darstellerin Sue Lyon lackieren.

Deutlich werden die Abgründe beider Figuren gezeigt. Die hoffnungslose Liebe des Humbert Humbert läßt den Täter immer mehr zum Opfer werden. Schnell lernt die kaugummikauende Lolita mit Zahnspangen-Erotik, den älteren Mann zu manipulieren; sei es um mehr Taschengeld zu bekommen oder einfach nur, um ihn zu quälen. So endet die Beziehung für beide im Desaster. Und wenn Jeremy Irons mit traurigen Augen erkennen muß, wie hoffnungslos seine Liebe ist, ist der Film einfach nur schön.


"Venus im Pelz" 1968

Ein Schriftsteller lebt mit einer Striptease-Tänzerin seine sado-masochistischen Phantasien aus.

Venus in FURS

NL 1994 70 min. engl. OF S/W
DM 49,90

Bezugsquelle:
Buchladen "Männerschwarm"
Neue Pferdemarkt 32, 20359 Hamburg
Tel.: 040/436093
Fax: 040/4302932


"Loss of Sexual Innocence, The" / "Loss of Sexual Innocence, The" (1999)

Was will der Künstler uns damit sagen? Ein Junge überrascht seine Freundin im Bett mit einem anderen, und das ausgerechnet während des Leichenschmauses für ihren Vater. Ein Mann unternimmt einen eher lustlosen Versuch, Intimität in die längst gescheiterte Ehe zurückzuholen, und nimmt seine Frau von hinten, während sie Gemüse schneidet. Ein Kind schaut zu, wie eine Leiche in einen Krankenwagen geschoben wird. Erst nach und nach erkennen wir, daß all diese Szenen Erinnerungen derselben Person sind.

Der Kameramann Nic, gespielt von Julian Sands, denkt zurück an seine erste Liebe, an den ersten Toten, die erste Demütigung. Der Film erzählt, wie dieser Mann zu dem wurde, was er heute ist. Aber nicht mit gradliniger Handlung, sondern als Kaleidoskop aus Assoziationen, Emotionen und Spekulationen. Nics ganz persönlichen Verlust der Unschuld untermalen Bilder vom Sündenfall der Menschheit: Ein schwarzer Adam und eine weiße Eva betasten sich neugierig und ungezwungen, bis sie eines Tages von verbotenen Früchten naschen, worauf geifernde Dobermänner sie aus dem Paradies vertreiben.

Die traumwandlerische Collage ist manchmal wunderbar meditativ, fast hypnotisch, strekkenweise aber nur schrecklich prätentiös. Wenn das Licht im Kino wieder angeht, überwiegt die Ratlosigkeit.

Annette Kilzer

Confused, non-linear film tells the sexual story of a film director from his life at age 5, age 12, age 16, a man embarking on his first film in 1950's Tunisia, and finally to his current life. Along the way he has sexual exploits with an older woman (Kelly McDonald) as a teen (Jonathan Rhys-Meyers), gets involved with an Italian couple Tunisia that culminates in the killing of a local boy and the brutal revenge murder of the woman (Saffron Burrows), and ultimately is married to a cold woman (Johanna Torrel).


"Last Days of Sodom and Gomorrah, The" (1962)

Sex, torture and betrayal in Biblical Sodom and Gomorrah. Lot, leader of the Hebrews, believes his people can co-exist with the Sodomites, a disastrous decision


"Marquis de Sade" (1996)

Der Namensgeber des Sadismus erzählt aus seinem Leben. Softporno

Paris, 1789: Der Marquis de Sade (Nick Mancuso) wartet auf den Tod durch die Guillotine. Im Gefängnis erhält er Besuch von Justine (Janet Gunn). Endlich eine Verbündete, der de Sade von seinen sexuellen Ausschweifungen erzählen kann… Der immerhin gut ausgestattete Film dokumentiert nebenbei den tiefen Fall von John Rhys-Davies

Based on the true story of the notorious Marquis de Sade. In 18th century Paris, an innocent beauty's search for her missing sister leads her into the deadly sensuous realm of the infamous Marquis de Sade. Imprisoned for his sordid crimes, the Marquis likewise has the beauty morally trapped… for she must help him complete his banned book of lust, or never learn the fate of her sister. It becomes a test of wills and wit, as the Marquis attempts to convert her to his deviously sexual philosophy. When the Marquis escapes his prison, she must follow him to his remote chateau of sin to finally discover her sister's fate, and to face her own


"Nekromantik" (1987)

A German freeway cleaner takes rotting bodies home to a lover who has a necrophelia fetish. Involves skinning of a rabbit, use of a metal pipe in conjunction with a condom, nudity, and graphic sexual scenes with dead bodies


"Mona" (1970)

Mona is engaged but wants to remain untouched until she is married. However, since her childhood she has had a fascination for blowjobs, which her fiancée is benefitted of. He arranges a sex party where Mona has many opportunities to further her capability in this field


"Mutterblut" (1999)

A son loves his mother. After they had sex, the father leaves the house and both live together like a married couple. But then the son finds out that his mother is only his stepmother…


"My Private Idaho" / "My Own Private Idaho" (USA1991)

Kult-Jugenddrama über die tragische Liebe der Stricher River Phoenix und Keanu Reeves

Ebenso poetischer wie wagemutiger Kultfilm

Scott (Keanu Reeves) und Mike (River Phoenix) sind befreundete Stricher. Großbürgerlich aufgewachsen, will Scott sei-nen übermächtigen Vater schocken. Mike stammt aus armen Verhältnissen, sehnt sich nach seiner Mutter und ist todkrank. Als sich Scott in Carmella verliebt, zerbricht die Beziehung der beiden…

River Phoenix plays a narcoleptic male prostitute, and Keanu Reeves plays the son of the mayor of Portland who joins Pheonix in what is apparently meant to be a modern-day version of Shakespeare's _Henry IV, Part II_. Don't try to look to hard for a plot, though, in between the random shots of farmhouses falling out of the sky, salmon swimming upstream, and our heroes (?) bonking away in some truly bizarre sex scenes (all still shots, and far too many limbs to be accounted for). The opening scene is a printed definition of narcolepsy, defining it as a medical condition marked by frequent uncontrollable urges to fall asleep. Make of that what you will.


"Porno" (1990)

Middle aged man lies sleeplessly in bed, recalling his numerous sexual encounters. The various couplings are haphazard, loveless affairs in which most of the women are as anxious to release sexual tension as he is. He fails to find fulfillment and is left with feelings of despair and hopelesness.


"Poor Cecily" (1973)

A poor little rich girl is sold into slavery to pay for her dead father's gambling debts in Renaissance France. The married couple who buy Cecily try to have their way with her, but she decides to have none of it, and runs away. The husband, in hot pursuit and with loaded pistol, dies in the chase. Poor Cecily, while on the run, unwittingly enters the land of a rich countess, and witnesses sexual debauchery. With the excuse of a trespassing rap, the evil countess tries to use our hapless heroine for her own wicked ways. Cecily escapes, and hopes to purchase a boat ticket to America. Unfortunately for her, she is caught, arrested, and thrown into a dungeon where she is raped, whipped and tortured on the rack by fiendish witch-hunters! No longer able to stand it, she agrees to the corrupt prosecutor's condition to return to the countess, satisfying her every wish. On the carriage ride to the countess' grounds, it seems she has to satisfy at least one of his wishes as well. She has little choice but to accept her fate as a sex slave, used by the countess' aristocratic friends at midnight orgies. When her "sentence" is up, she finds love in the arms of Anthony, a fellow sex slave — one of the very few who showed kindness to her.


"Eine pornografische Beziehung" / "Une liaison pornographique" (F 1999)

Am Anfang war die Kleinanzeige: Aus einer Sexbeziehung keimt zarte Liebe — und auch das große Glück?

Was macht die emanzipierte Pariserin, wenn sie eine sexuelle Fantasie hegt? Sie gibt eine Anzeige auf, trifft den Gespielen — und kommt gleich zur Sache. So weit, so gut aber auch so trügerisch: Denn "Eine pornografische Beziehung" ist ein melancholisches Kammerspiel von beklemmender Intensität, in dem zwei namenlose Fourtysomethings von ihren gescheiterten Affaire à coeur berichten — und in der ein verlegener Blick, ein trauriges Mundzucken oder ein Augenaufschlag mehr Blöße offenbaren als Einstellungen sich wild windender Körper. Frédéric Fonteyne setzt auf das intensive Spiel seiner Darsteller und die Widersprüche, in die sie sich beim Erzählen verstricken.

Was dagegen nicht verrraten wird, was die beiden hinter verschlossenen Türen treiben. Doch gerade darin liegt die Stärke des pseudodokumentarischen Films. Nichts lenkt von der Entwicklung der sich zart anbahnenden Liebe ab. Was am Ende bleibt ist die bittersüße Erinnerung an eine nicht gelebte Chance und die Bestätigung, dass die Liebe in der Tat ein seltsames Spiel ist.

Angela Zierow

Dieser Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie "Der letzte Tango in Paris" und "Ehemänner und Ehefrauen" mochten.


"Poison Ivy — Ein Engel aus der Hölle" / "Poison Ivy" (USA 1992)

Drew Barrymore als tödliche Nymphe.

A sexy teen (Barrymore) who lives with her aunt moves in with a reclusive teen (Gilbert) and slowly works her way into the lives of her adopted family. The mother (Ladd) is sickly and can't sexually satisfy her husband (Skerritt) any more, and to the daughter's horror, begins seducing her father.


"Paradise Lust" (1989)

A surrealistic exploration of commonalities between sex and religion. Fusing graphic sexual images with audio from a Sunday morning televangelist, the film questions the supreme motives behind both sex and religion.


"Over the Rainbow" (1999)

Astrid, Iris und Marie sind um die fünfzehn, nicht gerade schüchtern und fürchten nichts mehr als Langeweile. Das Trio verbindet eine Vorliebe für makabre Wetten, und als sie feststellen, für den gleichen Mann zu schwärmen, beschließen sie, das Patt durch eine Wette zu lösen. Ray, Rockstar kurz vor dem Durchbruch, ist der Wettgewinn. Wilde Gerüchte von Drogenexzessen, Sex mit Minderjährigen und Gefängnis prägen seinen Ruf. Wahrheit oder Märchen? Die Mädchen folgen ihm in sein Apartment am Rande der Stadt, und was sie dort erleben, scheint den Gerüchten recht zu geben…


"Das Objekt der Begierde" / "Object of Obsession" (1995)

A divorced woman (Erika Anderson) seeks new sexual adventures in this erotic tale. What she doesn't count on is that her new lover (Scott Valentine) will take her as a hostage and hold her against her will in an abandoned, furnished warehouse. But is she really a hostage? It is revealed that after the first days, the door is never locked and she has always been free to go. After participating in several sexual adventures, including watching her lover have sex with another woman and having sex with another man whose face she never sees, she does leave. But after awhile, she does return. There she finds a series of tapes of previous exploits and evidence of who her lover really is. Tracing him to his home with wife and kids, she turns the tables on him.


"Nylons" / "Nylon" (1995)

The story of a professional photographer, relating how his overwhelming desire for sex and nylons causes him to lose his girl and livelihood. Told as a series of vivid erotic flashbacks, the tortured fetishist tells his story confessionally to us (the viewer) in a smoky bar, where coincidently, a ravishing nyloned and spandex clothed lady, teases and torments him as he confides in us. Ends with a clever plot twist.


"Sex" (1993)

Sex. Power. Sex. Power. Oh, did we mention sex? An Ivy has a crush on the office secretary, Megan, played by Nikki Dial. When a major promotion is in the offing, the office politics start, and the sexual power plays flourish. Explore the world of corporate sexual intrigue, in Sex.


"Sex & Mrs. X" (2000) (TV)

Linda Hamilton and Jacqueline Bisset star in "Sex and Mrs. X," an exotic drama that explores how one woman regains her sense of self through a sexual reawakening. Joanna (Hamilton) is a woman secure in the knowledge of who she is: a perfect wife, a successful magazine journalist and a woman who's just celebrated her 10th wedding anniversary with her husband, Dale. But when Dale suddenly leaves her for another woman, Joanna's world collapses. Her self-esteem shattered, Joanna questions her attractiveness as a woman and her value as a human being. How did this happen to her? Follow Joanna as she escapes to Paris and learns the many secrets of seduction under the tutelage of Madame Simone (Bisset). Slowly, empowered by her newfound knowledge and self-confidence, Joanna comes to understand her true self-worth.


"Schatten der Engel" (BRD 1976)

Über Elend, Aufstieg und Fall der Dirne Lili, die sich mit einem Spekulanten einläßt. Verfilmung des umstrittenen Bühnenstücks "Der Müll, die Stadt und der Tod" von Rainer Werner Fassbinder.

Beautiful, detached, laconic, consumptive Lily Brest is a streetwalker with few clients. She loves her idle boyfriend Raoul who gambles away what little she earns. The town's power broker, called the rich Jew, discovers she is a good listener, so she's soon busy. Raoul imagines grotesque sex scenes between Lily and the Jew; he leaves her for a man. Her parents, a bitter Fascist who is a cabaret singer in drag and her wheelchair-bound mother, offer no refuge. Even though all have a philosophical bent, the other whores reject Lily because she tolerates everyone, including men. She tires of her lonely life and looks for a way out. Even that act serves the local corrupt powers.


"Scandalo" (1976)

1940 France just before the great invasion. Eliane (Lisa Gastoni) is a pharmacist who is married to her dull husband and has a teenage daughter. Eliane is an attractive woman who has let her passion fall dormant. One evening, the pharmacy clerk makes a pass at her when he thinks she is another girl. Soon she lets the passion overtake her and she soon becomes his sex slave


"Rocky Horror Picture Show, The" (1975)

After Janet accepts Brad's marriage proposal, the happy couple drive away from Denton, Ohio, only to get lost in the rain. They stumble upon the castle of Dr. Frank-N-Furter, a transvestite who is holding the annual convention of visitors from the planet Transsexual. Frank-N-Furter unveils his creation, a young man named Rocky Horror, who fears the doctor and rejects his sexual advances. When Frank-N-Furter announces that he is returning to the galaxy Transylvania, Riff Raff the butler and Magenta the maid declare that they have plans of their own. (An audience participation film)


"Puberty Blues — Scharf aufs erste Mal" / "Puberty Blues" (Austr. 1981)

Filmteenies mal ohne die üblichen Klischees

Die Qualen des Erwachsenwerdens aus der Sicht zweier Mädchen: Debbie (Nell Schofield) und Sue (Jad Capelja) würden sooo gerne in die Clique der coolen Surfer aufgenommen werden. Doch kaum haben sie's geschafft, läuft ihr neues Leben anders, als die beiden erhofften: Debbie glaubt, von ihrem drogenabhängigen Freund schwanger zu sein.Dem späteren HollywoodRegisseur und OscarPreisträger Bruce Beresford ("Miss Daisy und ihr Chauffeur") ist zwar kein umwerfender, aber doch ein erfrischender Teenagerfilm gelungen.

Meet Sue, a teenage Australian girl in the late 70s, whose life mainly consists of doing what everyone else does — watch the surfing boys and have sex with the same surfing boys. The girls have to follow lots of strange customs, e.g. do not eat or go to the bathroom when a boy is around. Ugly girls have two choices — being bitches and hate boys, or being generally cheap and looked down upon by everyone. The afternoons are spent on the beaches, in the backseats of car or at home-alone-parties where sex and alcohol are the main ingredients. Parents and teachers are trying to straighten the kids out, but that is not easy.


"Der Kuß des Killers" / "Profile for Murder" (USA 1997)

Ist der Millionär (Lance Henriksen) ein Mörder?

A female police psychiatrist develops sexual fantasies involving a patient accused of murder. Contains nudity, simulated sex and masturbation, violence, and profanity.


"Stewardessen, Die" (CH 1971)

Four airplane stewardesses in an intercontinental flight have lots of spare-time to exchange sexual stories, each with a man they met in a different city, or a different flight.


"Sourire vertical, Le" (1973)

Surrealistic story of an MP abandoned by his wife, located in Contemporary France. It includes strong, erotic scenes, the 'vertical smile' designating the women's sex. It also incidentally deals with research about Joan of Arc.


"Herzflimmern" / "Souffle au coeur, Le" (F/I/BRD 1971)

Um Inzest — von Louis Malle sensibel inszeniert

This is a jolly coming-of-age story about a 15-year-old boy named Laurent Chevalier who is growing up in bourgeois surroundings in Dijon, France. This is France in the mid-1950s rather than America in the 1990s. Thus, Laurent is unharmed by events which would irreparably shatter the self-esteem of a modern American adolescent: he gets drunk, he smokes, he has sex (including incestuous sex), he is smothered by his mother, he is ignored by his father, a priest makes a pass at him, he gets rheumatoid fever, etc. There's enough scandalous behavior in this film to make 100 made-for-TV movies, and yet this is a very happy and oddly innocent tale.


"Stephen Kings Schlafwandler" / "Sleepwalkers" (USA 1992)

Charles und seine Mutter sind Vampire und bitten Jungfrauen zur Ader. — Erstes Originaldrehbuch von Stephen King. Kleine Gastauftritte von Regisseuren wie Clive Barker und John Landis

Brian Krause and Alice Krige star in this tale of modern-day vampires who prey on virtuous young women. Mädchen Amick is the sexually curious virgin who falls for the new boy in school—only to learn too late that he's a life-sucking Sleepwalker. Mutating at will from golden boy to savage monster, Krause stalks Amick to feed his seductive mother. As the tension mounts (and the casualties pile up) the town's tabbies gather for a final chilling showdown with the monsters in their midst.


"She Did What He Wanted" (1970)

Eddie, a sexually frustrated young man, buys a book on hypnosis and learns the art of mesmerism. He uses his newfound talent to hypnotize Nora, a lovely young housemaid, ostensibly to help cure her headache, but then he transforms her into his loving sex slave. Post-hypnotic suggestions are given to the entranced beauty to return to her trance state whenever Eddie says "Nora, I want you." Emboldened by his first acquisition, Eddie then proceeds to start building a stable of female slaves.


"Shampoo" / "Shampoo" (USA 1975)

Friseur Warren Beatty krault Julie Christie und Goldie Hawn den Kopf. — Kultig!

In this farcical satire of 70s sexual practices, Warren Beatty is a hairdresser who simply can't resist the women he glamorizes. They can't resist him either, and unfortunately they are all linked somehow. Beatty's freewheeling and funny escapades with three of his lovers culminate in an election night party (Nixon wins) which all three attend, along with another older, richer man who is married to one of Beatty's conspirators, and whom Beatty happens to be soliciting for startup funds for his own beauty business. At the party, all three women desperately want Beatty's attention, and the resulting debacle causes him to reconsider his lifestyle.


"Harry und Sally" / "When Harry Met Sally…" (1989)

Legendäre Stöhnszene im Restaurant: Ich hätte gern das selbe, was die Dame am Nebentisch bekommen hat!

Männer und Frauen können nicht befreundet sein — immer kommt ihnen Sex dazwischen", behauptet Harry (Billy Crystal). Sally (Meg Ryan), mit der er sich die Benzinkosten für die Reise nach New York teilt, sieht das anders. Fünf Jahre später treffen sich die Kommilitonen von einst wieder und bestätigen sich ihre gegenseitige Antipathie. Erneut vergehen Jahre bis zum nächsten Duett: Sally ist solo und Harry von seiner Frau verlassen. So tröstet man sich — platonisch, denn der Sex kommt ja immer nur dazwischen… Zeitlose, leichte Romanze mit dem heißesten gespielten Orgasmus der Filmgeschichte.

Harry and Sally meet when she gives him a ride to New York after they both graduate from the University of Chicago. The film jumps through their lives as they both search for love, but fail, bumping into each other time and time again. Finally a close friendship blooms between them, and they both like having a friend of the opposite sex. But then they are confronted with the problem: "Can a man and a woman be friends, without sex getting in the way?"


"Was?" / "What?" (BRD 1973) Roman Polanski

A young American woman (Sydne Rome) traveling through Italy finds herself in a strange Mediterranean villa where nothing seems right. Her visit becomes an absurd, decadent, oversexed version of "Alice in Wonderland", with Marcello Mastroianni as the maddest of mad hatters and Roman Polanski a kinky March hare.


"Das wahre Sexualleben der Belgier" / "Vie sexuelle des Belges 1950-1978, La" (B 1994)

Wer hier jetzt eine sexologische Studie im Stil von Oswalt Kolle erwartet, ist schief gewickelt. Vielmehr erzählt Jan (Jean-Henri Compere) äußerst lakonisch von der Sehnsucht nach der wahren Liebe und seiner polygamen Veranlagung. Seine Erinnerungen beginnen 1950 an der Brust der Mutter und enden 1978 mit der Erkenntnis, lieber ein Buch über Sex zu schreiben, als eine Beziehung zu führen. Dazwischen liegen erste sexuelle Erfahrungen mit Eddie vom Campingplatz, eine gescheiterte Ehe, Dutzende von lockeren Verhältnissen und die Einsicht, daß es mit Frau zwar nur mühsam, ohne aber überhaupt nicht geht. Jan liebt nun mal die FrauenäJan Bucquoy ist in seiner Heimat Belgien als Satiriker und Enfant terrible bekannt. So ist auch der Titel seines Regiedebüts als Provokation und nicht als Inhaltsangabe zu verstehen. Bucquoy schrieb das Drehbuch und macht sich in seiner autobiographischen Rückschau über alles lustig, was den Belgiern heilig ist: den Exportschlager Pommes frites, die lustfeindliche Sparsamkeit des kleinen Mannes und das Königshaus. Das ist nicht nur lustig, aber gut auf den Punkt gebracht

Jan Bocquoy narrates the story of his sexual life to age 28, imagining his conception (parents drunk, the encounter lasting ten seconds) and reporting his first orgasm (at the hands of Eddy, in a beach-side caravan, as they watch Laurel and Hardy), his comparative experiences with girls, and his move from Harelbeck to Brussels. There he meets Greta, bartender at a Bohemian cafe, who teaches him the Kama Sutra, the naked Esther, who reads him stories, and Thérèse, his wife for three years. They split after two children; he moves to a small flat, writes pornography to pay the bills, works sporadically on a novel, espouses anarchism, and meets more women. His self-confidence grows.


"Wilde Party" /"Wild Party, The" (USA 1975)

Loosely based on the Fatty Arbuckle scandal, an aging silent movie comic star tries for a comeback by staging a wild party that turns into a sexual free-for-all. The comic ends up killing his mistress and her latest boyfriend.


"Auf das, was wir lieben" / "À nos amours" (F 1983)

Suzanne is 15 and is having sex with many boys, just for fun, but did not manage to really love one of them. Her family does not understand her. The father does not like her behaviour. When he leaves home, the mother becomes a little bit neurotic. And Suzanne's brother Robert, begins to beat her as a punishment…


"Sliver" / "Sliver" (USA 1993)

Spanner William Baldwin lechzt nach Sharon Stone. Phallisch reckt sich ihr Hochhaus empor… Als Thriller halbgar, als Bühne für Stones Glamour-Sex klasse

Sliver Heights has everything a girl could want. Panoramic views of the city, a fully functional gym and a voyeuristic landlord with a minor oedipal complex and psychotic tendencies. One day, one of the tenants has an accident. First she looks out the window, then she looks the wrong way and finally she looks like pavement pizza. This leaves a vacant room, which Carly Norris takes a fancy to. She's a 30 something executive who has never had that much success with men. But, hey, isn't that a perfectly eligible voyeuristic landlord with a minor oedipal complex and psychotic tendencies?


"Gefesselt" / "Bound" Erotik-Thriller (USA/1996, 108 Minuten, frei ab 18)

Selten sieht man auf der Leinwand einen so verführerischen Schmollmund wie den von Gina Gershon. Bekannt wurde sie als böse Tänzerin in "Showgirls". Und auch in "Bound" haben Männer wenig zu lachen. Als Corky trägt sie Männerunterhosen, säuft Bier und hat es auf ihre Nachbarin Violet (Jennifer Tilly) abgesehen. Violet ist die Geliebte von Mafioso Ceasar (Joe Pantoliano). Kaum ist er aus dem Haus, geben sich die beiden Frauen wilden Sexspielen hin. Schließlich schmieden sie den teuflischen Plan, Ceasar aus dem Weg zu räumen.


"Verhängnis"

GB/F '92). Das Leben des britischen Politikers Flemming (Jeremy Irons) war bisher von Logik und Karrieredenken bestimmt. Als ihm sein Sohn die künftige Schwiegertochter (Juliette Binoche) vorstellt, verfällt Flemming der Französin. — Mit eiskalter Präzision schildert Regie-Genie Louis Malle ("Fahrstuhl zum Schafott") die Tragödie eines Verstandesmenschen.


"Color of night" (USA '94).

Psychologe Bill Capa (Bruce Willis) verfällt der Patientin Rose (Jane March). Bald stören Mordanschläge die Lustspiele der beiden… Bruce Willis und der Film bekamen 1994 eine "Goldene Himbeere". sie war der Top-Skandal 1994. Die US-Zensoren zwangen Regisseur Richard Rush, dreieinhalb Minuten rauszuschneiden (u. a. Bruce' Willy), darob der damals 64jährige einen Herzanfall bekam


"Wenn der Postmann zweimal klingelt"

Haben sie nun in der Küchenszene wirklich vor der Kamera oder nicht?

Jahrelang war dieses Gerücht um Rob Rafelsons dritte Verfilmung (1981) von James M. Cains berühmtem Kriminalroman nicht aus der Welt zu kriegen. Nein, sie haben nicht. Aber die Vermutung sagt alles über die horizontalen mimischen Qualitäten von Jack Nicholson und Jessica Lange, die hier als Landstreicher und gelangweilte Ehefrau Opfer ihrer unheilvollen Leidenschaft werden.

Die USA während der Depressionszeit: Tankstellenbesitzer Nick stellt den Herumtreiber Frank (Jack Nicholson) ein. Doch statt mit der Zapfsäule beschäftigt sich Frank lieber mit Nicks heißblütiger Frau Cora (Jessica Lange). Bald beschließt das lüsterne Paar, den "Störfaktor" Nick auszuschalten… Die fatale Affäre wurde bereits 1942 von Visconti verfilmt ("Ossessione"). Bob Rafelson orientierte sein Remake aber am Lana-Turner-Film von 1946 ("Die Rechnung ohne den Wirt") und würzte mit "realistischen" Liebesspielen


"Betty Blue" (1985)

Das Klima in der Amour-fou-Chronik von Jean-Jacques Beineix ("Diva") gibt der Untertitel vor: "37,2 Grad am Morgen". Wie so viele Obsessionen, münden auch die des literarisch ambitionierten Gelegenheitsarbeiters Zorg (Jean-Hugues Anglade) und der zu Hysterie neigenden Kellnerin Betty (Béatrice Dalle) in den Tod. Obwohl von den meisten Kritikern 1985 als leeres, ästhetisiertes Melodram verschrien, gilt die Verfilmung des Bestsellers von Philippe Djian als einer der großen Kultfilme der 80er. Die damals 21jährige Debütantin Béatrice Dalle avancierte mit einer beachtlichen Leistung in der Titelrolle zu Frankreichs neuem Sex-Symbol..

Betty (Béatrice Dalle) und Zorg (Jean-Hugues Anglade) liebten sich von der ersten Sekunde an. Die Kellnerin und der melancholische Träumer — zwei gegensätzliche Charaktere, die sich nicht um Konventionen scheren. Vor allem die wilde, erotomanische Betty läßt die Dinge eskalieren. Als sie bei ihrem Liebhaber einen unveröffentlichten Roman entdeckt, setzt sie alles daran, einen Schriftsteller aus ihm zu machen. Der Plan scheitert, und Betty rastet immer öfter aus. Zorg versucht ihre Liebe zu retten, indem er mit ihr aufs Land zieht. Da eröffnet ihm Betty, daß sie schwanger ist… Nach seinem Hit "Diva" (1981) und dem Flop "Der Mond in der Gosse" (1983) schaffte Regisseur Beineix mit diesem Liebesdrama das Comeback. Béatrice Dalle avancierte mit ihrem Kinodebüt zu Frankreichs Erotik-Ikone


"Wild Things", Thriller (USA '98, 100 Min., frei ab 16),

Bei schlechten Thrillern weiß man immer zu früh, wer der Mörder ist. Gute Thriller locken uns auf falsche Fährten, wiegen uns in Sicherheit, um dann mit genialen Wendungen gnadenlos zu verwirren.

"Wild Things" ist ein guter Thriller. Eine tödliche Dreiecksgeschichte. Zwischen zwei schönen Schülerinnen (Denise Richards und Neve Campbell) und ihrem Lehrer Sam Lombardo (Matt Dillon zeigt uns, daß auch Pädagogen sexy sein können). Um Geld, Sex und Eifersucht. In der Reichensiedlung Blue Bay muß sich Lombardo erst gegen die Anmache seiner Schülerinnen wehren, dann gegen deren Vorwurf der Vergewaltigung. Die er nicht begangen hat — oder doch? Er wird freigesprochen, klagt auf Entschädigung, jetzt kommt das Geld ins Spiel. Mehrere Millionen, wir sind schließlich in Amerika. Dann war alles nur ein abgekartetes Spiel.

Manche Filme würden hier aufhören, "Wild Things" legt erst richtig los. Regisseur John McNaughton führt mit trockenen Sprüchen durch feuchte Sümpfe und Betten. Seine Schauspieler agieren so überzeugend, als wüßten sie selbst nicht mehr als der Zuschauer. Spannend wie ein "Tatort", schön wie Tropenurlaub.


"Das Große Fressen" / "Charme discret de la bourgeoisie, Le" / "La grande bouffe" (1972/73)

Das abgründige Meisterwerk über die Maßlosigkeit der Konsumgesellschaft war einer der großen Filmskandale der 70er Jahre: Marcello Mastroianni und Michel Piccoli geben sich der Völlerei hin…

A complex, shifting, virtually plotless web of dreams within dreams within dreams, centered around a group of six outwardly respectable upper-middle class members of society and their repeatedly thwarted attempts to have a meal together — the interruptions becoming more and more surreal as the film progresses.


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dtl-FAQ, April 4, 2000